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Bisher 200 000 Euro günstiger als geplant

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Die Arbeiten auf der Baustelle der neuen Kinderkrippe an der Brandenburger Straße in Traunreut laufen auf Hochtouren. Am gestrigen Freitag waren die Bagger am Werk, um die Baugrube der Rigole (Regenwasserversickerung) mit Kies aufzuschütten. Mit Beginn des kommenden Kindergartenjahres soll die Kindertagesstätte bezugsfertig sein. (Foto: Rasch)

Traunreut. Die Baukosten für die neue Kinderkrippe an der Brandenburger Straße in Traunreut wurden bislang eingehalten. Aktuell liegt man sogar 200 000 Euro unter den angesetzten Baukosten von 2,66 Millionen Euro. Wie Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann bei der Vergabe weiterer Gewerke in der Sitzung des Bauausschusses mitteilte, seien mittlerweile 95 Prozent der Leistungen ausgeschrieben worden. Die Gesamtkosten der Kindertagesstätte bewegen sich bei 3,1 Millionen Euro.


Kostenexplosion bei den Fliesenarbeiten

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Die Aufträge, die in der Sitzung vergeben wurden, betreffen die Außenanlagen, Bodenbeläge und Fliesenarbeiten. Während die Straßen- und Landschaftsarbeiten, die zu einem Angebotspreis von 162 260 Euro an die Grabenstätter Firma Sporn vergeben werden sollen, die angesetzten Kosten um 16 600 Euro unterschreiten, können die ursprünglich berechneten Kosten bei den Bodenbelag- und Fliesenarbeiten nicht eingehalten werden. Eine deutliche Kostenexplosion ist bei den Fliesenarbeiten zu beobachten, die zunächst mit 16 840 Euro angesetzt waren und jetzt das Dreifache kosten. Die Mehrkosten von über 34 400 Euro seien daraufhin zurückzuführen, weil im Sanitärbereich und in den Fluren wesentlich mehr Flächen gefliest werden sollen als ursprünglich vorgesehen, sagte der Stadtbaumeister. Aus wirtschaftlichen Gründen habe man bei der Fliesenauswahl auch eine höherwertige Qualität gewählt. Gätzschmann: »Längerfristig fahren wir damit besser.«

Vor diesem Hintergrund genehmigte das Gremium geschlossen die Mehrkosten für dieses Gewerk, das mit einer Auftragssumme von 51 300 Euro an die Firma Röhlich in Wendelstein vergeben werden soll. Paul Obermaier (FW) mahnte aber, mit den Geldern nicht zu leichtfertig umzugehen. »Wenn es Sinn macht ja.« Ansonsten sollte das Geld aber nicht sinnlos verbraten werden, »nur weil was übrig ist«. Die Mehrkosten bei den Bodenbelag-Arbeiten, die ebenfalls genehmigt wurden, bewegen sich bei 5000 Euro. Die Arbeiten mit einem Preisangebot von 48 870 Euro sollen an die Firma Holschbach in Morsburg vergeben werden.

Architektin Ina Veit von der Stadtverwaltung ist guter Dinge, dass die Kindertagesstätte trotz des straffen Zeitplans im Herbst in Betrieb gehen kann. Auf der Baustelle herrscht seit Monaten Hochbetrieb.

In der Sitzung sollte ursprünglich auch die überarbeitete Planung für die Bebauungsplanaufstellung »Sondergebiet Bau- und Gartenmarkt sowie großflächiger Einzelhandel an der Trostberger Straße« (BayWa- und Kauflandprojekt) vorgestellt werden. Dieser Punkt wurde aber abgesetzt und soll in der Stadtratssitzung am kommenden Donnerstag behandelt werden.

Kaufland: Bürger befürchten Beeinträchtigungen

Nach Angaben von Bürgermeister Franz Parzinger seien mit dem Landratsamt Traunstein bezüglich des Verkehrs- und Emissionsgutachtens noch zwei Punkte abzuklären. Die Forderungen der Anlieger, die durch das umstrittene Projekt eine Beeinträchtigung des Wohngebiets befürchten, seien vom Bauwerber soweit erledigt worden.

Genehmigt und per Satzung beschlossen wurde auch die Bebauungsplanänderung im Gebiet zwischen Traunring, Eichendorff-Straße, Egerweg und Johann-Hinrich-Wichern-Straße zugunsten eines Wohnhausanbaus in der Elbestraße in Traunreut und der Antrag auf eine Erweiterung des Bebauungsplanes »Bachwiesen« in St. Georgen. Der Bebauungsplan soll zu Gunsten einer Betriebsleiterwohnung geändert werden. ga