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»Bienenfreundliche Gemeinde« – Kirchanschöring und Chieming erhalten Auszeichnung

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Bienenfreundliche Gemeinde Kirchanschöring und Chieming
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Foto: Symbolbild

Bei dem vom Bezirk Oberbayern ausgeschriebenen Wettbewerb »Bienenfreundliche Gemeinde« holten gleich zwei Gemeinden aus dem Landkreis Traunstein Preise: Kirchanschöring wurde für seine Bemühungen mit dem ersten Preis und einem Preisgeld von 3000 Euro belohnt, die Gemeinde Chieming erhielt den dritten Preis und damit 1000 Euro. Außerdem erhalten 26 Kommunen einen Anerkennungspreis für ihr insektenfreundliches Engagement. Zur Bewerbung aufgefordert wurden alle 500 Städte und Gemeinden in Oberbayern.


Bei der Ehrung im Bienengarten der Imkerschule Landsberg hob Bezirkstagspräsident Josef Mederer die immense Bedeutung einer intakten Natur hervor und lobte die Vertreter der jeweiligen Gemeinden für ihre herausragenden Leistungen, die wiederum anderen als Beispiel dienen sollten.

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Imkereifachberater Arno Bruder stellte vor allem heraus, dass vor allem das Miteinander von Gemeinde, Gartenbau- und Imkereiverein sowie den vielen einzelnen Bürgern letztendlich in der Summe den Ausschlag gegeben habe, dass die Bewerbungen von Kirchanschöring und Chieming so erfolgreich waren. Ebenfalls fand er es toll, dass in beiden Orten ansässige Geschäfte den örtlichen Honig verkaufen und so »den Imkern ein kostendeckendes Wirtschaften« ermöglichen.

Fünf Kriterien mussten die Gemeinden erfüllen, um in die Auswahl der Jury zu kommen: Gemeindeflächen wie Verkehrsinseln, Straßenränder oder Streuobstwiesen mussten insektenfreundlich bepflanzt sein. Darüber hinaus sollten alle Flächen, die der Kommune gehören, extensiv und bienenfreundlich bewirtschaftet werden. Der Einsatz von Pestiziden ist auf solchen Flächen verboten, auch wenn sie verpachtet werden. Das Straßenbegleitgrün auf gemeindeeigenen Straßen muss schonend behandelt werden, vor allem im Frühjahr und Sommer. Schließlich muss die Gemeinde Imkern Standplätze zum Aufstellen von Bienenhäusern und Bienenvölkern zur Verfügung stellen.

Mit weiteren freiwilligen Maßnahmen konnten Gemeinden zusätzlich Punkte sammeln, etwa mit Insektenhotels, Hecken und Althölzern, einem Bienen- und Insektenlehrpfad oder Bildungsangeboten zum Thema Bienen fördern. Gemeinden punkten auch, wenn sie in den eigenen Einrichtungen heimischen Honig und Produkte von bienenfreundlich wirtschaftenden Landwirten verwenden, zum Beispiel in Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen.

In Chieming wurde besonders der Obst- und Bienenlehrpfad gelobt. Hier kümmert sich vor allem Emma Mayer, die praktisch täglich nach dem Rechten sieht und die Pflanzen hegt und pflegt. Bei einer nach Ostern erfolgten Ortsbesichtigung machte sich das Komitee ein Bild von den jeweiligen Gemeinden. fb