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Bezirksfischereiverein Traunstein mit neuer Führung

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Der neue Vorsitzende Andreas Dögerl (Mitte) mit Christian Wirth (links) und Franz Kleinschwärzer.

Traunstein – Weil der bisherige Vorsitzende des Bezirksfischereivereins Traunstein sein Amt aus beruflichen Gründen nicht mehr wahrnehmen konnte, standen bei der Jahreshauptversammlung Neuwahlen der Vorstandschaft auf der Tagesordnung. Die Versammlung leitete zweiter Vorsitzender Peter Schönhuber.


Schriftführer Andreas Pfeiffer berichtete über die abgehaltenen Mitglieds- und Vorstandssitzungen, sowie über die ansteigende Mitgliederzahl. Beim Königsfischen im September 2016 wurde Robert Langwieder mit einem stattlichen Hecht Fischerkönig. Leider gibt es keinen neuen Jugendfischerkönig – die Fische wollten nicht.

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Hauptpunkt des Abends war die Wahl des 1. Vorsitzenden. Die Vorstandschaft schlug Andreas Dögerl aus Marquartstein vor, er wurde ohne Gegenstimme zum neuen Vorsitzenden gewählt. Als neuer Beisitzer wurde Josef Hartl gewählt, auf seine Erfahrung will man nicht verzichten.

Beim Bericht des zweiten Vorsitzenden Peter Schönhuber nutzte dieser die Gelegenheit, sich im Namen aller Mitglieder bei den Kollegen der Vorstandschaft für die geleistete Arbeit zu bedanken. Besonders hervorgehoben wurde die hilfreiche und wertvolle Unterstützung durch den Ehrenvorsitzenden Josef Hartl. Er wollte es eigentlich etwas ruhiger angehen lassen, war aber immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Ihm wurde ein kleines Präsent überreicht. Großes Kopfzerbrechen bereitet dem Verein der Fraßdruck auf die Fischpopulation der Gewässer durch Gänsesäger und Kormoran. In der Kälteperiode des vergangenen Winters froren viele Seen zu und so mussten die Vögel in die Fließgewässer ausweichen. Der Besatz an Äschen und Nasen, die mit dem Artenhilfsprogramm gefördert wurden, ist zum Großteil vernichtet. Ganz besondere Probleme bereitet der Gänsesäger, der ganzjährig geschützt ist. Er verhindert das Aufkommen von Jungfischen. Bei einer Zählung an der Alz zwischen Altenmarkt und Burghausen wurden innerhalb einer Stunde 146 Säger gezählt. In diesem Zusammenhang ging ein weiterer Dank an die Jägerschaft, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Kormoran kurz hält.

Aber es gab auch Positives zu berichten. Ludwig Dietl, Chef der Brauerei Baumburg, hat dem Verein für seine umfangreichen Gerätschaften einen Teil des Stadels beim Gilitzer-Haus in Altenmarkt kostenlos zur Verfügung gestellt, wofür ihm großer Dank gebühre, so der stellvertretende Vorsitzende. Unter der Bauleitung von Franz Kleinschwärzer haben fleißige Fischerkameraden Wundersames vollbracht. Somit hat der Verein ein neues Quartier.

Die gemeinsame Bewirtschaftung der Tiroler Achen mit dem Anglerbund Chiemsee hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt und wird fortgeführt. Zwei größere Baumaßnahmen gab es an der Tiroler Achen. Oberhalb der Raitener Brücke musste der Damm neu befestigt werden. Die Ausführung durch das Wasserwirtschaftsamt Traunstein war vorbildlich. Es entstanden Unterstände und Jungfischhabitate. Einen massiven Eingriff gab es unterhalb des Marquartsteiner Wehrs. Hier musste das Flussbett wegen des baulichen Hochwasserschutzes verlegt werden. Der Rückbau wird in Absprache mit dem Verein erfolgen. Es wird jedoch Jahre dauern, bis die Gewässerstruktur wieder naturnah ist.

Hauptgewässerwart Christian Wirth konnte über ein gutes Jahr berichten. Gute Fänge konnte er von allen Gewässern vermelden. Darunter einen Waller aus der Alz mit ca. 1,50 Metern, sowie mehrere starke Huchen aus der Tiroler Achen. Gute Fänge sind aber nur mit entsprechendem Besatz und Weitblick möglich und so engagiert sich der Verein auch beim Artenhilfsprogramm für Äsche und Nase und demnächst auch für die Seeforelle in der Tiroler Achen.

Mit Spannung wird immer der Bericht des Kassiers erwartet. Martin Falter konnte ebenfalls ein sehr erfreuliches Gesamtergebnis präsentieren. Mit einem Petri Heil für die neue Saison wurde die Versammlung beendet.