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Bewegender Abschied von den Niederbronner Schwestern

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Die Kinder des Bergener Kindergartens St. Josef übergaben den beiden Schwestern ihre Blumen zum Abschied. (Foto: Mörtl)

Bergen – Mit einem Festgottesdienst nahm die Pfarrei St. Ägidius Bergen Abschied von der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser, besser bekannt als Niederbronner Schwestern, die nach 91 Jahren ihren Sitz und ihr Erholungshaus in Bergen aufgeben. Gleichzeitig wurden auch Schwester Walfrieda und Schwester Gertraud in der voll besetzten Kirche verabschiedet.


Auch die Schwestern aus Bad Adelholzen nahmen an dem Gottesdienst teil und brachten so ihre Verbundenheit zum Ausdruck. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom neu formierten Kirchenchor Bergen begleitet. Pater Augustin ging in seiner bewegenden Predigt auf den »Ruf Gottes« ein und zitierte ein Beispiel aus dem Film »Sister Act«.

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Provinzoberin Schwester Rosa Fischer, die in Begleitung von Schwester Anna Maria Ortner und Schwester Elisabeth Zametzer den Feierlichkeiten beiwohnte, ließ die Geschichte der Schwestern in Bergen Revue passieren. Sie würdigte im Namen der Kongregation der »Schwestern vom Göttlichen Erlöser« besonders Pater Augustin, die Pfarrverwaltung, die Gemeinde Bergen und nicht zuletzt alle Bergener.

Seit über 90 Jahren sind die Niederbronner Schwestern in Bergen ein fester Bestandteil des Ortslebens und es war für die Bergener ganz selbstverständlich, eine Ordensschwester im Ort anzutreffen. Ein großer Teil der Gäste, die zur Abschiedsfeier gekommen waren, wurde als Kind im katholischen Kindergarten St. Josef betreut und hat so manche Erinnerung an diese Kindergartenzeit. Im Anschluss an die Worte von Schwester Rosa würdigten Pater Augustin und Bürgermeister Stefan Schneider den Orden für dessen Einsatz und Wirken für die Bergener Bürger und überreichten Schwester Rosa eine Urkunde und einen Blumenstrauß als Dank und Anerkennung.

Im Anschluss an den Gottesdienst standen die Kindergartenkinder vor dem Kircheneingang Spalier und sangen Schwester Walfrieda und Schwester Gertraud einige Lieder zum Abschied. Auch überreichten sie ihnen Blumen. Sichtlich ergriffen freuten sich die beiden Schwestern über diese Überraschung und machte sich im Anschluss mit einem Festzug, angeführt von der Musikkapelle Bergen und den Fahnenabordnungen, auf den Weg ins Pfarrheim.

Hier wurde den beiden bei einem Stehempfang großer Dank vonseiten der Pfarrei, der Gemeinde, der Frauengemeinschaft und des Trachtenvereins für ihre Arbeit ausgesprochen. Mit kleinen Geschenken und Blumen sowie mit Applaus wurde »Vergelt 's Gott« gesagt. Natürlich gab es auch jede Menge gute Wünsche für die Zukunft, vor allem Gesundheit und Gottes Segen. Die Kinder des GTEV Bergen machten den Schwestern mit einigen Tänzen eine große Freude. Im Anschluss konnte sich jeder persönlich von den beiden Schwestern verabschieden. Mit dem Auszug der Schwestern aus ihrem Haus geht eine Ära in Bergen zu Ende. Trotzdem werden die Erinnerungen in Bergen sicher noch sehr lange wach bleiben. fb