weather-image
12°

Betty Scheurl wurde zum Ehrenmitglied ernannt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Betty Scheurl (Mitte) wurde zum neuen Ehrenmitglied des Gartenbauvereins Inzell-Hammer-Weißbach ernannt. Mit einem Blumenstrauß und einer Urkunde gratulierten Vorsitzender Florian Seestaller und seine Stellvertreterin Andrea Geisreiter. (Foto: Bauregger)

Inzell – Betty Scheurl ist neues Ehrenmitglied beim Verein für Gartenkultur und Landespflege Inzell-Hammer-Weißbach. Seit mehr als 50 Jahren ist sie beim Gartenbauverein aktiv. Bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Bayerischer Hof wurde sie deshalb vom Vorsitzenden Florian Seestaller für ihre langjährige, engagierte und aktive Mitarbeit geehrt.


Wie Seestaller aufzeigte, trat Betty Scheurl am 30. März 1965 in den Verein ein. Nach 13 Jahren Mitgliedschaft übernahm sie insgesamt 37 Jahre lang Verantwortung im Ausschuss des Vereins. Zwölf Jahre davon bekleidete sie zudem das Amt der zweiten Vorsitzenden. Namens der Vorstandschaft dankte Seestaller Betty Scheurl für ihre langjährige Mitgliedschaft und dafür, dass sie sich immer aktiv, kreativ und zuverlässig für die Ziele der Gartenbauvereine eingesetzt hat.

Anzeige

Max Christoph legte Amt aus persönlichen Gründen nieder

Auch eine neue Kassierin hat der Verein. Monika Rieder-Schweikl wurde außerplanmäßig gewählt, da Max Christoph das Amt nach sechs Jahren aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Die Wahlleitung hatte dritter Bürgermeister Michael Lorenz übernommen. Dieser bedankte sich im Namen der Gemeinde beim Gartenbauverein für die wertvolle Arbeit in und für die Gemeinde. Insbesondere die wichtige Jugendarbeit könne nicht hoch genug eingeschätzt werden. Nicht nur wegen des hohen Mitgliederbestands habe der Verein einen hohen Stellenwert für die Ortsgemeinschaft.

Vorsitzender Florian Seestaller trug in Vertretung für Schriftführer Peter Gehmacher den Tätigkeitsbericht für 2016 vor. Neben wiederkehrenden Terminen wie etwa dem Obstbaumschneidekurs, dem Schmücken des Osterbrunnens oder dem Schmücken des St.-Michael-Festwagens beim Michaeliritt wurden im vergangenen Jahr zusätzlich ein Veredelungskurs, zusammen mit den Imkern und den Klimawerklern mehrere Aktionen zum Thema »Bienenfreundliches Gärtnern« und vor einigen Wochen ein Werkzeug-Pflegekurs angeboten. Passend dazu legten Mitglieder im Kurpark eine Blumenwiese an und pflanzten dort, im Ort und an der Schule mehrere gespendete Bäume und Beerensträucher. Der Geräte-Verleihpool konnte dank einer Spende um ein Garten-Rollsieb erweitert werden.

Stolz verkündete Seestaller außerdem, dass der Verein seit kurzem die 500er-Marke überschritten hat. Thomas Pertl und dessen gesamte Familie traten dem Verein als Mitglieder 499 bis 502 bei. Als Geschenk erhielt Pertl einen Gutschein für einen Apfelbaum.

Seestaller informierte auch, dass heuer unter anderem geplant sei, die Aktion »Bienenfreundliches Gärtnern« weiterzuführen, den Rosengarten in Trostberg und die Gewächshäuser in Kirchweidach zu besuchen, eine Fahrt zum Museum von Markus Wasmeier nach Schliersee zu unternehmen und einen Dekorationskurs mit Heidi Steiner im Herbst durchzuführen. Darüber hinaus werde der Gartenbauverein Beerenstauden für den Kinderspielplatz in Weißbach und den Kindergarten in Hammer stiften.

Ein besonderes Lob richtete Vorsitzender Seestaller an Gerätewart Hans Niederberger, den Ausschuss und an den rührigen Baumwart Gottfried Hopf. Da Hopf sein Amt in zwei Jahren abgeben möchte, werden drei weitere Baumwarte für den Verein gesucht, deren Ausbildung vom Verein getragen wird.

Eine besondere Bereicherung sei nach wie vor die elfköpfige Kindergruppe »Schnittlauchräuber«, die engagiert von Andrea Steinbacher, Betty Gaisreiter, Monika Hallweger und Regina Brand betreut werde. Ein Dankeschön gelte hier Pfarrer Quirin Strobl, in dessen Pfarrgarten die Kinder nach wie vor »garteln« dürfen. Neben der Anlage eines Wurmkomposters besuchte die Gruppe das Kräuterbeet im Kurpark, stellte Seifen aus Pflanzenölen her und zum Jahresabschluss gab es wieder ein zünftiges Kartoffelfeuer mit Stockbrot.

Rücklagen sollen in Projekte investiert werden

Der scheidende Kassier Max Christoph vermeldete einen positiven Kassenstand. Nach seiner detaillierten Aufschlüsselung der einzelnen Posten floss zum Jahresende 2016, nach einem Verlust 2015, wieder ein Überschuss von gut 350 Euro in die Kasse. Insgesamt betragen die Rücklagen somit knapp 8300 Euro, die aber nicht gehortet, sondern in Projekte investiert werden sollen.

Im zweiten Teil informierte die Permakultur-Designerin Karin Frank aus Bernau in einem hochinteressanten Vortrag über die Grundsätze von Permakultur in Gemeinschaft- und Hausgärten und die Anlage von pflegeleichten Hügelbeeten. Hauptziel der Permakultur sei es, alle Lebensbereiche einzubeziehen, nachhaltig und ressourcenschonend zu wirtschaften und die Menschen durch die Schaffung vieler kleiner Paradiese wieder zu Selbstversorgern zu machen. In diesen Anlagen werden zum Beispiel nur samenfeste Pflanzen kultiviert und die Samen für das Folgejahr selber erzeugt. Besonders die Kommunen seien aufgefordert, hier die Initiative zu ergreifen. An vielen Beispielen zeigte Frank, dass sogar schon »essbare Städte« entstanden sind. Auch im Chiemgau entstehen immer mehr Gemeinschaftsgärten mit Hügelbeeten. wb