weather-image

Bettina Mittendorfer auf allen Kanälen

Bettina Mittendorfers Karriere hat auch heute, genau zwei Jahre nachdem der Überraschungserfolg »Eine ganz heiße Nummer« in die Kinos gekommen ist, nicht an Schwung verloren. Eine drehintensive Zeit liegt hinter der Schauspielerin aus Surberg, vor ihr liegen eine Reihe von Theaterprojekten – und natürlich die bereits angekündigte Fortsetzung der »Ganz heißen Nummer«.

Schauspielerin Bettina Mittendorfer kann sich seit ihrer Hauptrolle im Kinoerfolg »Eine ganz heiße Nummer« nicht über mangelnde Angebote beklagen. (Foto: Henrik Pfeifer)

Erst in der vergangenen Woche stand die gebürtige Niederbayerin für die ARD-Krimireihe »Pfarrer Braun« vor der Kamera. »Das war für mich das Highlight des Jahres«, sagt Bettina Mittendorfer und schwärmt vom Schauspielkollegen Ottfried Fischer. Doch auch die Monate davor waren mit Glanzlichtern gespickt. Seit dem Frühjahr schließt sich fast nahtlos ein Filmprojekt an das nächste an. Vor allem der Dreh für zwölf neue Folgen der ZDF-Serie »Garmisch Cops« nahm viel Zeit in Anspruch; die zweifache Mutter wird dort ab Anfang nächsten Jahres regelmäßig als Sekretärin der Cops zu sehen sein.

Anzeige

Doch das ist noch lange nicht alles. Erst in der vergangenen Woche zeigte das Bayerische Fernsehen den Niederbayern-Krimi »Paradies 505« mit Bettina Mittendorfer in der Rolle der »Schwester Doris«. Schon am heutigen Freitag wird die 43-Jährige als »Dr. Charlotte Lorenz« in der ZDF-Krimireihe »Unter Verdacht« mit Senta Berger über die Bildschirme flimmern; Arte wird die Sendung um 20.15 Uhr ausstrahlen. Und auch im Chiemsee-Krimi »Hattinger und die kalte Hand« mischt die Surbergerin mit – als Polizistin »Andrea Erhard« ist sie am Montag, 25. November, um 20.15 Uhr im Zweiten zu sehen. Bereits abgedreht ist auch das ZDF-Drama »Jeder Tag zählt« mit Bettina Mittendorfer; einen Sendetermin gibt es aber bisher noch nicht.

»Ich hab´ gut zu tun gehabt«, erklärt die Schauspielerin in ihrer bodenständigen Art. Ihr Leben, das hat sich seit dem Kinoerfolg »Eine ganz heiße Nummer« ganz schön verändert; der Streifen, von dem bereits eine Fortsetzung in Planung ist, hat ihr den Bayerischen Filmpreis eingebracht. Durch die vielen Fernsehauftritte, die sich anschlossen, kennen viele das Gesicht der zweifachen Mutter. »Erst gestern in München hat mich eine Frau auf der Straße angesprochen, und zu mir gesagt: 'Ich kenn´ Sie vom Film. Weiter so!'« Begegnungen, die der 43-Jährigen nicht lästig sind. »Das gefällt mir. Die Leute sind alle ganz freundlich.«

Schauspielerin genießt die große Rollenvielfalt

Bettina Mittendorfer weiß es vor allem zu schätzen, dass sie nicht auf einen Rollentyp festgelegt ist. »Die Bandbreite ist wirklich ganz groß gefächert«, erklärt die Schauspielerin. Polizistin, Politikerin, Sekretärin, Hausfrau – die Filmemacher sehen vieles in der Surbergerin. Und die genießt ihre Rollenvielfalt. Da ist es auch nebensächlich, dass heuer eine große Hauptrolle ausblieb.

Die zentrale Figur ist Bettina Mittendorfer dafür in ihren Solotheatern, mit denen sie jetzt bis ins Frühjahr hinein immer wieder auf der Bühne stehen wird. Mit »Vom Sterben« tritt die Schauspielerin am Donnerstag, 31. Oktober, um 20 Uhr im Wirtshaus Lauter auf – obwohl die Surbergerin weiß, dass »die Menschen das Thema Sterben nicht so gerne mögen«. Doch sie findet, dass »das Sterben dazugehört«, und traut sich darum nach 2007 ein weiteres Mal, den »unbeliebten Stoff« anzupacken. In einem Streifzug durch die Literatur mehrerer Epochen liest und spielt Mittendorfer unter anderem Texte von Heinrich von Kleist, Bertolt Brecht, Oskar Maria Graf und Olaf Gulbransson. Die Musik dazu steuert Florian Burgmayr auf seinem Akkordeon bei. Nachdenklich, feierlich, aber auch lustig soll der Abend sein, erklärt die Schauspielerin. 2007 scheint ihr das alles geglückt zu sein: »Jetzt freu´ ich mich direkt aufs Sterben«, meinte damals ein Mann nach der Vorführung zu ihr.

Im Wirtshaus Lauter ist Bettina Mittendorfer heuer noch zwei weitere Male zu sehen: In »Alles ist Leben« liest die Surbergerin am Samstag, 16. November, um 20 Uhr Feuilletons und Reportagen der Kafka-Vertrauten Milena Jesenská vor. »Die Texte rücken einem die Gedanken wieder zurecht«, schwärmt die Schauspielerin von dem gleichnamigen Buch. Und zum Schluss, am Freitag, 29. November, um 20 Uhr geht Mittendorfer ein weiteres Mal mit der »Heiligen Nacht« auf die Bühne. Ihre Interpretation der bekannten Weihnachtslegende von Ludwig Thoma ist inzwischen so bekannt, dass die Surbergerin damit im Dezember sogar in der Bayerischen Vertretung in Brüssel auftreten wird. san