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Betrunkene Jugendliche

Übersee. Ein bisher positives Resümee mit lediglich kleineren Einsätzen zieht die Polizei nach den ersten drei Tagen des Open-Air-Festivals am Chiemsee. Eingreifen mussten die Beamten etwa in zwei Fällen wegen betrunkenen Jugendlichen. So wurden am Mittwoch bei der Veranstaltung zu Chiemsee Rocks bereits gegen 16 Uhr ein 17-Jähriger mit zwei Promille gefunden. Nur eine Viertelstunde später kümmerten sich die Beamten um einen Gleichaltrigen mit 2,44 Promille.


Fündig wurden die Polizisten auch bei den kontrollierten Besuchern, die sich auf der Anreise zum Reggae Summer befanden. 60 Mal wurden Betäubungsmittel und kleinere Mengen Rauschgift sichergestellt. Auch ausgefallene Verstecke entgingen den Fahndern dabei nicht. Für besonders schlau hielt sich ein 18-jähriger Niederbayer und versteckte Marihuana in einer wieder verklebten Suppen-Terrine. Ein anderer versteckte die Betäubungsmittel in einer Radkappe.

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Die Flucht ergriff ein junger Österreicher vor den Kontrolleuren, allerdings wurde er wenig später in einem nahe gelegenen Waldstück trotz heftiger Gegenwehr festgenommen.

Mit den Füßen trat ein alkoholisierter, 21-jähriger Priener am Donnerstagabend nach den Polizisten, die ihn vom Gelände verweisen wollten. Mehrere Polizeibeamte hielten ihn schließlich fest und verbrachten ihn, wüste Beschimpfungen, Beleidigungen und auch Bedrohungen mit dem Tode über sich ergehen lassend, in eine Haftzelle der Polizeiinspektion Grassau.

Nichts dem Zufall überlassen wollen die beteiligten Behörden und Stellen beim Reggae-Festival und so wurde am Donnerstagvormittag eine Übung abgehalten. Basierend auf dem Räumungs- und Evakuierungsplan spielten Polizeipräsidium Oberbayern Süd, Gemeinde Übersee, Landratsamt Traunstein, Integrierte Leitstelle, Bundespolizei, Feuerwehr, Veranstalter und Malteser Hilfsdienst ein Sturmszenario durch.