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Betrüger kundschaften Kartendaten aus

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EC-Karten und vor allem Kreditkarten sind beim bargeldlosen Bezahlen im Alltag und auch beim Onlineshopping nicht mehr wegzudenken. Dieser Trend ist für Betrüger jedoch oft ein gefundenes »Fressen«, wie Kriminalhauptkommissar Christian Weiß und seine Kollegen wissen.


»Eigentlich wird es den Kriminellen ja leicht gemacht«, erklärt Weiß. Daten wie die Kreditkartennummer, die Gültigkeitsdauer, der Name des Karteninhabers, dessen Unterschrift und auch den »Securecode« – in der Regel eine dreistellige Kartenprüfnummer – gibt der Kreditkartennutzer überall dort preis, wo er mit seiner Karte bezahlt. Egal ob online, oder wenn man die Karte zum Bezahlen aus der Hand gibt.

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Die Täter entwickeln aber auch immer wieder neue Vorgehensweisen, um an Kartendaten zu gelangen. »Dies kann über Phishingmails passieren, über Ausspähen am Geldautomaten, Hacken von Accounts oder direkt mit Hackerangriffen auf Server«, sagt Weiß.

Im Rahmen unserer Serie »Sicher im Internet« hat der Kriminalhauptkommissar einige wichtige Tipps zum Benutzen von EC- und Kreditkarten im Internet zusammengestellt:

Vor dem Einkauf sollte man darauf achten, bei wem man eigentlich einkauft. »Sehen Sie sich bei unbekannten Shops das Impressum an. Prüfen sie, auch ob negative Bewertungen gibt oder ob in Foren bereits vor Einkäufen bei diesem Shop gewarnt wird.«

Daten verschlüsselt übertragen

Bei der Eingabe der Daten ist es wichtig, dass die Übertragung der Daten verschlüsselt erfolgt. Dies erkennt man an der Kopfzeile die mit »https« beginnt. Dabei handelt es sich um eine »SSL-Verschlüsselung«, die auch mit einem Schloss als Bildsymbol bei der Übertragung gekennzeichnet ist.

Aber auch bei Bargeldabhebungen, Einkäufen in Geschäften und Bezahlen im Ausland ist Vorsicht geboten. »Seien Sie am Geldautomaten sehr vorsichtig und misstrauisch.« Laut Weiß befinden sich nicht selten an ausländischen Geldautomaten Aufsätze und Kameras, die die persönlichen Kartendaten und den PIN abgreifen sollen.

Muss man die Karte beim Bezahlen im Hotel, im Restaurant oder beim Mietwagenverleih jemanden aushändigen, sollte man immer skeptisch sein. »Die Daten der Kreditkarte landen oft nicht nur beim Adressaten, sondern werden später auch im Internet zum Verkauf angeboten. Dies gilt insbesondere auch für sogenannte Geldwechselstuben, wie es sie etwa noch in der Türkei gibt«, erklärt Weiß.

Die Tipps unserer Serie »Sicher im Internet« können Sie auch im Internet auf www.traunsteiner-tagblatt.de unter der Rubrik Service abrufen. apo