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Betriebsleiterwohnhaus doch am ersten Standort

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Siegsdorf – Leichte Verwunderung herrschte im Gemeinderat Siegsdorf über eine erneute Bauvoranfrage für ein bereits genehmigtes Betriebsleiter-Wohnhaus in Eisenärzt am Salinenweg. Als Standort war auf Betreiben der Baubehörde des Landratsamts eine Hanglage westlich des Gasthofs Forellenhof vorgesehen, der sich nun aber, wie bereits von vielen Gemeinderäten befürchtet, als äußerst problematisch herausgestellt hat.


Geologische Untersuchungen und eine Prüfung möglicher Standsicherungsmaßnahmen kamen zu dem Schluss, dass eine Bebauung an diesem Standort nicht in wirtschaftlichem Rahmen umzusetzen wäre. Zudem hätte die Standsicherung nur durch Verankerungen bis ins Oberlieger-Grundstück ermöglicht werden können, für die keine Zustimmung zu erreichen war.

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Bei einem erneuten Ortstermin mit Antragsteller, Gemeinde, Kreisbaumeister und Planer im November 2015 kam man zum Ergebnis, nun doch den vom Bauherrn ursprünglich vorgesehenen Standort nördlich des Gasthofs bei den Fischweihern festzulegen.

Das Betriebsleiterwohnhaus mit zwei Wohnungen erhält eine Grundfläche von 15 mal 11 Meter und eine seitliche Wandhöhe von 6,62 Meter. Das Gelände am noch aufzufüllenden Fischteich wird entsprechend angepasst. Die Garage mit 7 mal 12 Meter entsteht als separates Gebäude gegenüber der Gerätehütte. Sobald der Vorbescheid erteilt ist, muss der Antragsteller die bisherige Baugenehmigung für die problematische Hanglage löschen.

Zurückgestellt wurde dagegen eine Voranfrage für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage im Hammernock. Obwohl der Bauausschuss der Planung schon zugestimmt hatte, kamen von den Räten Bedenken gegen den exponierten Bauplatz zwischen Bundesstraße und Hammernock-Straße. Nach kurzer Diskussion entschloss man sich, mit dem Ausschuss eine Ortsbesichtigung vorzunehmen und vom Antragsteller noch aussagekräftigere Geländeschnitte einzuholen.

Ein Nachtrag zum Aufstellungsbeschluss für die »Außenbereichssatzung Oberwagenau« (wir berichteten) stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Das Kreisbauamt forderte im Zuge des Verfahrens auch die Baugrenzen für eine künftige Erweiterung der neuen Kühl- und Verladehalle um einen Bürotrakt in den Plan mit aufzunehmen. Der Planfertiger hat dies zwischenzeitlich erledigt, sodass der Nachtrag zum Aufstellungsbeschluss genehmigt wurde.

Bauamtsleiter Franz Hell gab abschließend erfreut bekannt, dass sich die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten bereits deutlich in den Stromkosten widerspiegelt. Der Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung im gesamten Gemeindegebiet hat sich seit dem Abrechnungsjahr 2011 auf die Hälfte reduziert, die Stromkosten konnten von damals 90 000 auf 45 000 Euro im Jahr 2015 gesenkt werden. Auch 2016 sollen in einem letzten Projekt weitere Leuchten auf die energiesparende LED-Technik umgerüstet werden. FK