Besuchsverbot in den Krankenhäusern der Kliniken Südostbayern AG

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Die Krankenhäuser der Kliniken Südostbayern AG – auch das Klinikum Traunstein (unser Bild) – reagieren auf den starken Anstieg des Infektionsgeschehens: Ab sofort gilt ein Besuchsverbot. (Foto: Pültz)

Angesichts der starken Zunahme des Infektionsgeschehens hat die Kliniken Südostbayern AG ein Besuchsverbot in ihren Krankenhäusern in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein erlassen: Ab sofort verboten ist der Zutritt für Angehörige von Patienten in den Kliniken in Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing sowie in Ruhpolding, Traunstein und Trostberg. Bedingt durch die Corona-Pandemie hatte die Kliniken AG in der Vergangenheit schon einmal ein Besuchsverbot verhängt.


»Die Infektionszahlen im gesamten südostoberbaye-rischen Raum befinden sich auf einem Rekordhoch«, berichtete Ralf Reuter auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts. Und weiter: »Aufgrund der aktuellen Situation passen die Kliniken Südostbayern die Besuchszeiten in allen sechs Häusern entsprechend an.« Ab sofort trete nun wieder ein Besuchsverbot in Kraft.

Ausnahmen gelten laut Reuter wie gehabt nach Rücksprache mit dem Stationsarzt und Information der Screeningstelle am Patienteneingang für eine Begleitperson in der Pädiatrie (ein Elternteil), für Versorgungs- und Betreuungspersonen mit konkretem Patientenauftrag, für einen Angehörigen eines Palliativpatienten sowie die Schwangerenbegleitung und Väter bei der Niederkunft. Dabei sei weiterhin konsequent die 3G-Regel zu beachten: Nur Geimpfte, Genesene und Getestete – ein PCR-Test dürfe nicht älter als 48 Stunden sein, ein qualifizierter Antigenschnelltest nicht älter als 24 Stunden – dürfen in oben genannten Ausnahmefällen die Kliniken betreten. Die Nachweisdokumente, also der lmpfpass oder die Impfbescheinigung, die Isolationsbescheiningung, das PCR-Testergebnis, müssen laut dem Unternehmenssprecher im Rahmen des Eingangsscreenings zur Kontrolle vorgelegt werden.

»Wir sind uns bewusst, dass das erneute Besuchsverbot für Angehörige sowie Patienten erhebliche Einschränkungen mit sich bringt, aber der Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter geht vor«, teilte Reuter weiter mit. »Wir werden engmaschig prüfen, wie lange wir diese Regelung aufrechterhalten müssen und bitten alle Besucher und Patienten um Verständnis.«

82 Covid-Patienten werden derzeit in den Krankenhäusern der Kliniken Südostbayern AG nach Angaben des Landratsamts Traunstein behandelt. Der Behörde zufolge liegen 72 Patienten auf der Normalstation: zwei im Alter zwischen 20 und 39 Jahren, elf zwischen 40 und 59 Jahren, 26 zwischen 60 und 79 Jahren und 33, die 80 Jahre und älter sind. Zehn Patienten werden intensivmedizinisch betreut: einer im Alter von 20 bis 39 Jahre, sechs zwischen 40 und 59 Jahren und drei mit 80 und mehr Jahren.

Und auch diese Zahlen hat das Landratsamt Traunstein am Donnerstag veröffentlicht: Mittlerweile haben 103 392 Personen die Erst- und 97 710 auch schon die Zweitimpfung erhalten.

Im Landkreis sind derzeit 1275 aktive Covid-19-Fälle gemeldet. In 24 Stunden hat das Gesundheitsamt 347 Neuinfektionen registriert. Der Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Traunstein lag am Donnerstag bei 595,5.

Das Landratsamt BGL informierte am Donnerstag, dass in 24 Stunden 130 weitere bestätigte Covid-19-Fälle im Landkreis auftraten. Davon befanden sich der Behörde zufolge 21 Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Sieben-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land lag am Donnerstag bei 451,4. Aktuell gibt es 725 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis. 301 Fälle sind in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land zu verzeichnen: 33 in Alten- und Pflegeheimen, einer in eine Gemeinschaftsunterkunft, 233 in Schulen und 34 in Kindergärten.

Ein neuer Todesfall ist zu beklagen. Dabei handelt es sich um einen 86-jährigen Mann. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen erhöhte sich damit auf 110.

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