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Besucher hatten nur wenige Fragen bei der Bürgerversammlung

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Foto: Symbolbild, pixabay

Siegsdorf – Bei der Bürgerversammlung der Gemeinde Siegsdorf stand Bürgermeister Thomas Kamm nach seinem Vortrag über die Arbeit der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats (wir berichteten) auch für Fragen aus den Reihen der zahlreichen Besucher zur Verfügung.


Die wenigen, dafür aber sehr konstruktiven Fragen konnte der Bürgermeister dabei meist zufriedenstellend beantworten.

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Frau Schmid aus dem Sparzer Weg in Siegsdorf machte am Beispiel einer Schulveranstaltung in der vergangenen Woche die Gemeinde auf die prekäre Verkehrs- und Parksituation rund um die Turnhalle aufmerksam und wollte wissen, ob im Zuge der Turnhallen-Erweiterung an eine Verbesserung gedacht sei.

Der Bürgermeister versicherte, dass der Gemeinde die Verhältnisse rund um die Schule durchaus bekannt seien, es derzeit jedoch keine Allzwecklösung gebe. Er appellierte an die Vernunft derjenigen Eltern, die ihre Kinder offensichtlich bis vor die Schule fahren müssten, und ermunterte die Bürger, konstruktive Vorschläge zur Verbesserung einzubringen.

Harry German wollte als Vertreter der Fußballabteilung wissen, ob an den Gerüchten, die Sportplätze in Haunerting zu verlegen, etwas dran sei. Der Bürgermeister verwies auf laufende Vorplanungen zur Erweiterung des Gewerbegebiets »Gastager Feld« und die dazu laufenden Grundstücks-Angelegenheiten. Zu gegebener Zeit würden sicherlich auch die betroffenen Vereine über die Planungen informiert und in die Überlegungen miteinbezogen.

Tennisabteilung bat um Bau von Tennisplätzen

Auch Jochen Hübsch als Vertreter der Tennisabteilung meldete sich zu Wort und machte darauf aufmerksam, dass sich die Abteilung die Miete der privaten Anlage in Rudhart nicht mehr leisten könne. Er bat die Gemeinde um den Bau von gemeindlichen Tennisplätzen. Kamm verwies wiederum auf die Beratungen hinsichtlich der Sportplätze, in die auch das Problem der Tennisabteilung einfließen werde.

Anton Gehmacher aus Vogling-Hub, ein direkter Autobahnanlieger, wollte die neuesten Informationen der Gemeinde zum Autobahnausbau und dessen zeitlichen Ablauf wissen. »Die kommunale Ebene ist dazu seit Jahren völlig uninformiert, eine Aussage meinerseits wäre 'Lesen in der Glaskugel'«, meinte Kamm dazu und beteuerte, dass die Informationen der Gemeinde seit Jahren auf den bekannten Vorplanungs-Varianten stagnieren würden.

Ein derzeit heiß diskutiertes Thema griff Robert Lechner aus Bucheck auf. Im alten Friedhof der Siegsdorfer Kirche sollen künftig nur noch Urnenbestattungen möglich sein. Grabbesitzer, die dieses Verfahren nicht akzeptieren können, würden in den neuen Friedhof umgebettet. »Gibt es eine Alternative dazu?«, wollte Lechner wissen. Kamm verwies noch einmal auf die Probleme bei der Sargbestattung. Er betonte, dass derzeit eine Abfrage bei den Grabnutzungs-Berechtigten laufe. Danach erst werde der Gemeinderat über die Umsetzung der Maßnahme im Detail beraten. Er versicherte, es sei vorgesehen, dass die Gemeinde die Kosten für eine Umbettung von Gebeinen übernehmen werde. Sollte eine Sargbestattung gewünscht sein, dann aber nur im neuen Teil des Friedhofs.

Turnhallensanierung soll im Frühjahr 2018 starten

»Wie stellt sich die Gemeinde den Sportbetrieb während der Sanierung und Erweiterung der Turnhalle vor?«, wollte Yvonne Pertuch aus der Auenstraße wissen. Die Planungen seien erst in der Anfangsphase, so Kamm, zu gegebener Zeit würden aber die Schule als Hauptnutzer und die Sportvereine an den Planungen und Besprechungen beteiligt, die Verwaltung sei bereits mit Überlegungen zu notwendigen Ausweichräumen beschäftigt. Als Baubeginn der Maßnahme steht das Frühjahr 2018 im Plan.

Konrektor Franz Wögerbauer nutzte als Vertreter der Grund- und Mittelschule Siegsdorf die Gelegenheit, der Gemeinde vor großen Publikum für die großartige Sanierung, Erweiterung und Ausstattung des Schulgebäudes zu danken. »Die Gemeinde hat das Schulareal in den letzten Jahren zu einer Vorzeigeschule ausgebaut«, meinte er.

Bürgermeister Kamm nahm das Lob gerne zur Kenntnis und rief die Bürger auf, sich auch künftig aktiv am Leben in der Gemeinde zu beteiligen. »Nicht nur wenn es irgendwo Probleme gibt, stehe ich als Bürgermeister jederzeit für konstruktive Gespräche zur Verfügung«, versicherte er. FK

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