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Besucher des »Lindl-Sonntags« waren kälteresistent

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Gebrauchte Fahrräder konnte man wieder am Maxplatz erstehen.
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Kunst und Krempel gab es bei den Flohmärkten in der Bahnhofstraße. (Fotos: Buthke)
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Was gibt es Neues auf dem Automarkt? Auf dem Stadtplatz und dem Maxplatz konnten sich die Besucher in aller Ruhe und umfassend über die neusten Modelle informieren.

Traunstein. Die Neugier auf den verkaufsoffenen Sonntag in der Großen Kreisstadt Traunstein ist gestern offensichtlich größer gewesen als die Angst vor der Kälte. Anders ist es nicht zu erklären, dass trotz Temperaturen um die drei Grad wieder so viele Menschen zum »Lindl-Sonntag« der Werbegemeinschaft Traunstein kamen. Dies zeigt, dass die Mischung aus geöffneten Geschäften, Floh- und Jahrmarkt sowie Autoschau ein langfristiges Erfolgsmodell für die Einkaufsstadt Traunstein ist. »Wir sind sehr zufrieden mit Besuch und Verkauf«, resümierte Thomas Miller, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft.


Auf dem Stadtplatz und dem Maxplatz hatten die Traunsteiner Kraftfahrzeughändler wieder viele Exemplare des »Deutschen liebsten Kindes« ausgestellt. Die Modelle zahlreicher Automobil-Marken aus Europa, Asien und den USA zogen nicht nur viele neugierige Blicke auf sich. Die Betrachter ließen sich von den Mitarbeitern der Kraftfahrzeughändler im Innern auch die verschiedenen Ausstattungen und Funktionen genau erklären. Wobei die Frage eines Optimisten – »Hat der auch eine Klimaanlage?« – angesichts der frostigen Temperaturen schon eher belustigend klang.

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Auf jeden Fall konnten sich Kaufwillige schon mal einen Überblick über das große Angebot der Automobil-Hersteller verschaffen, damit sie beim Kauf eines neuen fahrbaren Untersatzes mit einem Wissensvorsprung unterwegs sind. Denn während der Autoschau werden erst die Kontakte geknüpft; die Kaufverträge werden dann oft in den kommenden Wochen in den Niederlassungen abgeschlossen, wie ein Verkäufer erklärte.

Ganz anders verhält es sich beim Flohmarkt. Dort heißt es: Hier die Ware, da das Geld. Um den Preis der Handelsware lässt sich natürlich feilschen. Eine Verkäuferin zeigte sogar ein Herz für Kinder. Als ein kleiner Kunde ihre Frage »Musst Du das vom Taschengeld bezahlen?« bejahte, ließ sie ihm freiwillig etwas nach. Verkauft wurden beim Flohmarkt auf der Bahnhofstraße wiederum Kitsch und Krempel, aber auch wertvollere Antiquitäten.

Neue Ware gab es dagegen beim Jahrmarkt auf dem Karl-Theodor-Platz. Hier fanden die Besucher Bekleidung, Geschirr, aber auch Gewürze, eingelegtes Gemüse, Wurst- und Käsespezialitäten, Dörrfrüchte und vieles mehr. Angeboten wurden beim traditionellen Ostermarkt wiederum Brotzeiten, um sich bei einem kurzen Halt an einem Imbissstand vom Marktrundgang zu erholen.

Ab Mittag waren die geöffneten Ladengeschäften wieder der Anziehungsmagnet; sie bescherten dem Geschehen beim »Lindl-Sonntag« einen weiteren Besucherschub. Der verkaufsoffene Sonntag erwies sich dabei wieder als der Familieneinkaufstag, bei dem Mutter, Vater und Kinder gemeinsam durch die Geschäfte bummeln konnten. Einige Geschäfte hatten wieder Aktionen und Attraktionen parat, um auch den Schnäppchenjägern ein paar Gelegenheiten zum günstigen Einkauf zu bieten. Die Gastronomie lud die »Lindl-Sonntag«-Besucher zu einer kulinarischen Rast bei bayerischer und internationaler Küche ein.

Eine Auswahl an Zweirädern ohne Ottomotor gab es beim Gebraucht-Fahrradmarkt des Allgemeinen Deutschen Fahr-radclubs (ADFC) auf dem Maxplatz. Die Mitglieder des Clubs berieten die Interessenten mit wertvollen Tipps bei ihrer Kaufentscheidung. Bjr