weather-image
31°

Besuch ließ sehr zu wünschen übrig

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Der Besuch der Traunreuter Jugend-Bürgerversammlung im k1 ließ sehr zu wünschen übrig. Lediglich sieben Schüler der Walter-Mohr-Realschule waren gekommen. (Foto: Rasch)

Traunreut – Lag es am Nachmittagsunterricht oder am Wetter? Gerade mal sieben Traunreuter Schüler der Walter-Mohr-Realschule waren zur Jugend-Bürgerversammlung ins k1 gekommen.


Am einzigen besetzten Tisch saßen die Referatsleiter der Stadtverwaltung, einige Stadträte verteilten sich an den Tischen. Bürgermeister Klaus Ritter bedauerte den mäßigen Besuch. »Aber dafür könnt ihr nichts«, sagte er an die Schüler gerichtet. Zuvor gab er einen kurzen Rückblick, was sich in der Stadt seit der letzten Versammlung getan hat und informierte in einer kurzen Vorschau über die laufenden Projekte. Nach knapp 30 Minuten waren dann die jungen Besucher an der Reihe, die sich zunächst sehr zurückhaltend zeigten, dann aber doch noch zum Mikrofon griffen.

Anzeige

»Bekommt das Freibad eine neue Rutsche oder ist das nur ein Gerücht«, war die erste Frage. Dieses Gerücht konnte Ritter aus der Welt schaffen. Bedingt durch die Sanierung des Nichtschwimmerbeckens müsse lediglich das vorderere Drittel der Rutsche neu gebaut werden, sagte er. »Alles andere bleibt wie es ist.« Weiter teilte er mit, dass davon auszugehen sei, dass das neue Nichtschwimmerbecken Ende Juni fertig sein werde. Ritter: »Wir bauen ja jetzt schon fleißig dran.«

Auf die Feststellung einer Schülerin, dass es in Traunreut »nicht wirklich viele moderne Geschäfte gibt«, sagte der Bürgermeister, die Betreiber der Traunpassage seien bemüht, den Leerstand Stück für Stück neu zu bestücken. Darüber hinaus sei der Stadtrat auch intensiv um Geschäfte in der Innenstadt bemüht, damit wieder Leben in die Stadtmitte reinkomme. Die erste Feinplanung für den Bereich Kantstraße-Munastraße liege bereits vor.

Es tauchte auch die Frage auf, was auf dem alten BayWa-Gelände passiert, das seit dem Neubau eines Gartenbaufachmarktes an der Trostberger Straße leer steht. »Kommt in die alte BayWa wieder was rein?« Ritter klärte die jungen Leute darüber auf, dass sich der Stadtrat dafür ausgesprochen habe, im Außenbereich keine Lebensmittelgeschäfte mehr zuzulassen. »Wir wollen kein Kaufland, keinen Rewe oder eine Edeka mehr da draußen haben.« Es gebe eine Liste, die klar definiert, dass dort kein Vollsortimenter mehr rein dürfe. Dies erschwere allerdings die Vermietung für den Immobilienbesitzer, der sich jetzt umtun müsse.

In Begleitung ihrer schulpflichtigen Tochter meldete sich auch eine besorgte Mutter zu Wort, die das Parkverhalten der Eltern kritisierte, die ihre Kinder mit dem Auto zur Walter-Mohr-Realschule bringen. Durch rücksichtslose Parker unmittelbar vor der Schule seien die Kinder, die die Straße überqueren müssen, erheblichen Gefahren ausgesetzt. Sie habe die Schule auf die Situation schon mehrfach aufmerksam gemacht; bislang aber ohne Erfolg. Eine Lösung des Problems hatte auch der Bürgermeister nicht parat. Er könne hier nur an die Vernunft der Eltern appellieren, betonte Ritter. ga