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Beste Ausbildung für professionelle Hilfe im Einsatz

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Kreisbrandinspektor Georg König (links), zuständig für 20 Feuerwehren im Inspektionsbereich Traunstein Land 2 (Traun- und Achental) wurde zum ständigen Vertreter von Kreisbrandrat Christof Grundner (rechts) berufen, seit April Kreisfeuerwehrchef. (Foto: Volk)

Grabenstätt – Auf ein Jahr mit besonders vielen schweren Unfällen, bei denen fünf Tote zu beklagen und die Feuerwehrler enorm gefordert waren, blickte Kreisbrandinspektor (KBI) Georg König bei der Dienstversammlung der Kommandanten und Stellvertreter zurück.


Im Feuerwehrgerätehaus Grabenstätt zog König, der für 20 Feuerwehren südlich der Autobahn – im Trauntal und Achental – und für die Wehren Erlstätt, Grabenstätt und Vachendorf zuständig ist, eine insgesamt positive Bilanz.

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»Respekt an alle Aktiven für die geleistete Arbeit und die stets professionelle Hilfe«, lobte König. Aufgaben und Anforderungen seien bei allen Einsätzen vorbildlich abgearbeitet worden. »Die Feuerwehren dürfen stolz auf sich sein. Die Bürger können jederzeit auf die Hilfe der Floriansjünger bauen.«

Feuerwehr Siegsdorf war besonders gefordert

Außergewöhnlich stark gefordert war die Feuerwehr Siegsdorf, die besonders häufig zu Unfällen mit Schwerverletzten und zur Menschenrettung ausrücken musste. Auch Unwetter hielten die Feuerwehren in Atem. Am 2. August, als kräftige Gewitter mit Sturm und Regen über den Landkreis zogen, waren 18 der 20 Wehren im Einsatz. Ähnlich am 18. August, als der Chiemsee Summer in Übersee wegen eines Unwetters abgebrochen werden musste. Die Feuerwehren waren im nächtlichen Dauereinsatz.

Die Aufgaben reichten von Sicherheitswachen bei Großveranstaltungen wie dem Biathlon-Weltcup über die Mithilfe bei der Suche nach Vermissten bis zu Löscheinsätzen, vom Auto bis zum Gebäudebrand mit der Rettung von Menschen aus Lebensgefahr. König hob hervor, dass sich die Ausbildung in den letzten Jahren stark verbessert habe. Dabei werde Wissen und Können auf viele Schultern verteilt, was uneingeschränkte Einsatzbereitschaft zur Folge hat. Die Appelle der letzten Jahre, zum Beispiel Leistungsprüfungen zum festen Bestandteil der Ausbildung zu machen, hätten Gehör gefunden.

So wurden bei den Leistungsprüfungen »Gruppe im Löscheinsatz« 165 Auszeichnungen vergeben, 52 Feuerwehrler bestanden die Leistungsprüfung »Technische Hilfeleistung« und 46 Anwärter absolvierten die Jugendleistungsprüfung. Mit insgesamt 263 erfolgreichen Absolventen war das Ausbildungsjahr eines der besten in den letzten zehn Jahren. Dass die Feuerwehrjugend stark in den aktiven Dienst nachrückt, sei daran zu sehen, dass heuer 56 junge Männer und Frauen erstmals ein Leistungsabzeichen (Stufe 1 Bronze) abgelegt haben. Erfreulich sei auch die Teilnehmerzahl von 146 Anwärtern beim Wissenstest der Jugendfeuerwehren gewesen. Nur von einer Feuerwehr im Inspektionsbereich kamen keine Teilnehmer. Große Resonanz fand auch der Jugendtag in Unterwössen und an der Deutschen Alpenflugschule.

Thomas Göls, Kreisjugendwart aus Grassau, erinnerte an den Kreisjugendfeuerwehrtag in Siegsdorf und würdigte die perfekte Organisation. Die Teilnehmerzahl des alljährlichen Treffens der Feuerwehrjugend sei jedoch rückläufig, weshalb ein neues Konzept ausgearbeitet werde. Der nächste Kreisjugendfeuerwehrtag ist am 21. Juli in Kienberg.

König forderte die Führungskräfte auf, nach psychisch belastenden Einsätzen auf die Mannschaft zu achten und empfahl die Hilfe des Helferinterventionsteams (HIT) des Kreisfeuerwehrverbands, das Kameraden nach belastenden Einsätzen Beistand leistet.

Bestens bewährt haben sich die Übungstage in Oberwössen und Inzell. Dieses Fortbildungskonzept wird auch von den anderen Inspektionsbereichen im Landkreis übernommen. Die Übungsszenarien werden praxis- und realitätsnah nachgestellt, was zu einem wertvollen Lerneffekt führe. »Besser kann man es kaum mehr machen«, lobte König.

König stellte Thomas Mayr als neuen Kreisbrandmeister im Inspektionsbereich Traunstein Land 2/2 vor. Er ist Nachfolger von Alfred Waschin, der in »Feuerwehr-Ruhestand« ging. Bei der Feuerwehr Oberwössen wurde Korbinian Mühlberger zum Kommandanten und Sebastian Meinecke zum Stellvertreter gewählt. Die Feuerwehr Grassau bestätigte Alfred Mayer als Kommandant; neuer zweiter Kommandant ist Konrad Nagele.

Verbessert wurde die Fahrzeugausstattung der Feuerwehren Eisenärzt und Grassau. Beide Wehren stellten ein Löschgruppenfahrzeug LF 20 in Dienst. Bei der Feuerwehr Schleching gehört ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 zur Fahrzeugflotte. Die Feuerwehr Siegsdorf hat ein neues Einsatzleitfahrzeug.

Professionalität und Engagement gewürdigt

Grabenstätts Bürgermeister Georg Schützinger zollte den Feuerwehren im Namen aller Rathauschefs Respekt und lobte die stete Einsatzbereitschaft und das ehrenamtliche Engagement. »Die Leistungen der Führungskräfte sowie der aktiven Mannschaften sind immer wieder aufs Neue eine Herausforderung. Die Feuerwehren helfen, wo es nur geht, mit Professionalität, Sachverstand und Engagement.« Das verdiene hohe Anerkennung.

Rainer Wolf, Chef der Polizeiinspektion Traunstein, betonte: »Die Polizei ist dringend auf die Feuerwehr und deren Unterstützung angewiesen, denn Ihr seid mehr als wir, ohne Euch können wir die Einsätze nicht bewältigen.« Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehren, Rettungs- und Hilfsdiensten im Landkreis Traunstein bezeichnete Wolf als »vorbildlich«. pv

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