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Symbolbild Foto: Höfer

Bestattungen in Petting werden teurer - Grund sind gestiegene Personalkosten

Petting – Die Kosten für eine Grabnutzung über 15 Jahre bleiben unverändert. »Hier besteht kein Anpassungsbedarf«, sagte Bürgermeister Karl Lanzinger in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Was steigt, sind die Personalkosten, so dass die Beträge für Bestattungen angehoben werden.


Für die Bestattung eines Erwachsenen verlangte die Gemeinde bisher 290 Euro, künftig werden es 320 Euro sein. Bei einem Kindergrab werden es statt 250 Euro dann 280 Euro. Von 125 auf 155 Euro steigen die Kosten für eine Urnenbestattung; eine Urne in der Stelen-Kammer kostet nicht mehr 60, sondern 90 Euro. Für den Leichenwärter wurden bisher 33 Euro verlangt, ab kommendem Jahr sind es 40 Euro. »Wir haben lange nicht erhöht«, begründete Lanzinger die Notwendigkeit; gleichwohl seien die Pettinger Preise im Vergleich immer noch moderat.

Zum Ende eines Jahres meldet die Gemeinde regelmäßig denkbare Unterhaltsmaßnahmen bei ihren Bächen und Gräben für das kommende Jahr an. Die Auflistung summierte sich bislang auf einen Betrag von gut 35.000 Euro. »Ich meine, man sollte es eher reduzieren, weil wir die Beträge bei Weitem nicht brauchen«, regte Lanzinger an und präsentierte seine Zahlen. Unverändert 10.000 Euro möchte er beim Eisgraben belassen, die Beträge der meisten anderen halbieren. Beim Krebsen- und beim Kühnhausener Bach könnten 2000 Euro beansprucht werden. 600 Euro sind es für die Götzinger Ache, 2000 beim Augraben.

Maßnahmen der ILE (Integrierte ländliche Entwicklung) wurden bislang über die Gemeinde Kirchanschöring abgewickelt, weil – wie Lanzinger erklärte – die ILE keine eigene Rechtsperson sei. Obschon jetzt ein Verein, braucht es für eine »kommunale Entwicklungspolitik« eine erneute Zweckvereinbarung. »Dafür wurde Personal eingestellt«, informierte der Bürgermeister, was zu 90 Prozent bezuschusst wird. Die restlichen zehn Prozent teilen sich die sieben beteiligten Gemeinden entsprechend ihrer Größe. Davon entfallen zehn Prozent auf Petting. Einen konkreten Betrag nannte Lanzinger jedoch nicht.

Auch um Bauvorhaben ging es in der Sitzung. Maschinenbau Köberle möchte im Gewerbegebiet Wasserbrenner eine bestehende Lagerhalle umnutzen in eine CNC-Fertigung. Weil sich außen nichts verändert, gab es auch im Gemeinderat keine Bedenken. Bei der Firma Kendlbauer überschreitet hingegen ein Stück Dachüberstand die Baugrenzen. Weil der Nachbar nichts dagegen hat, gab es aus dem Gemeinderat keine Gegenstimme. Ein Bürger plant den Anbau eines Kinderzimmers in Seeschneider. »Ein kleiner Anbau im Obergeschoß«, erklärte Lanzinger die Maßnahme, die niemand ablehnte.

In nichtöffentlicher Sitzung hatte der Gemeinderat Arbeiten zur Kanalsanierung an die Firma Swietelsky zum Preis von 59.940 Euro vergeben. Der neue Geschäftsleiter Daniel Hübner wird zum 1. Januar auch Leiter des Standesamts. Neue Verwaltungsangestellte in Teilzeit wird Anna Resch aus Petting. Der Kurbeitrag pro Übernachtung verdoppelt sich im neuen Jahr von 40 auf 80 Cent pro Übernachtung für Personen über zehn Jahre. Die Pauschale für Dauercamper und Zweitwohnungen steigt von 70 auf 100 Euro.

Die Gemeinde unterstützt die Jugendarbeit von Gartenbauverein und Schützengesellschaft Schönram mit 250 beziehungsweise 350 Euro. Diese Förderung ist notwendig, um einen gleich hohen Betrag vom Landkreis zu erhalten.

höf

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