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Besonders schönes Dorf angestrebt

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Heidi Koller versuchte das Gewicht des Sacks mit Hornspänen zu schätzen. Bis auf wenige Gramm schätzte sie den 6160 Gramm schweren Sack als Zweitbeste ein. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach. Das Gartenjahr wird für den Gartenbauverein Staudach-Egerndach eine besondere Herausforderung, denn er wird sich nicht nur um ein blühendes Dorf zum Gautrachtenfest kümmern, sondern auch den Feldaltar für das große Ereignis gestalten. In der Frühjahrsversammlung motivierte Vorsitzender Hartmut Köppen die Gartler. Einen noch größeren Motivationsschub für die Gartenarbeit bot Josef Häusler mit Fotos von der Blumenpracht des Keukenhof in Holland.


In seinem Rückblick informierte Köppen, dass der Verein heuer 111 Jahre alt sei, diese Schnapszahl aber nicht besonders feiern werde. Als Katastrophenjahr bezeichnete er 2013, das im Mai bereits mit Dauerregen begonnen und dann Hochwasser beschert habe. Die Egerndacher Filzen sei bis Bergen ein riesiger See gewesen. Erschreckend sei, dass es heuer keinen Winter gegeben habe. Er forderte die strikte Reduzierung von CO2 und Methangas. 188 Mitglieder zählt der Verein derzeit. Köppen erinnerte an den Obstbaumschnittkurs Anfang März, der sehr gut besucht war und lobte Gemeinde wie Bürgermeister für die Unterstützung.

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Detallierter war der Rückblick des Schriftführers Thomas Morgenstern, der an den Obstbaumveredelungskurs, die Sträucherpflanzung für die Grundschule, das Bepflanzen der Gemeindetröge, den Vereinsausflug, den Sommerschnittkurs in Palling, die Radltour zu den schönsten Gärten in Grassau, das Ferienprogramm, die Gestaltung der Erntedankkrone wie auch an die Gartenausstellung in Lampolding erinnerte, bei der der Staudach-Egerndacher Verein über 60 Apfelsorten ausstellte. Auch der mittlerweile zweite Adventsmarkt in Egerndach durfte nicht fehlen. Hier bastelte der Verein mit den Kindern.

Weiter geht das Gartenjahr, so Köppen, mit dem Schmücken des Osterbrunnens. Er könne zu Recht behaupten, dass der Brunnen in Staudach der älteste Osterbrunnen sei. Heuer würden auch die Grundschüler an der Gestaltung mitwirken und bunt verzierte Ostereier für den Brunnen fertigen. Teilnehmen wird der Verein am »Tag der Vereine« am 27. April, der Veredelungskurs in Palling sei am 28. April.

Mit dem Herrichten der Beete und Anpflanzungen werde am Montag, 5. Mai, begonnen. Gerade im Hinblick auf das Gautrachtenfest sollen diese noch schöner gestaltet werden. Helfer hierfür würden noch gesucht. Für das Girlandenbinden am Montag, 21. Juli, würden ebenfalls noch fleißige Hände benötigt. Das Gautrachtenfest starte dann am 25. Juli. Der Vereinsausflug führt am 28. Mai zum Schloss Schleißheim mit seinem großen, schön angelegten Schlosspark. Auch werde sich der Verein wieder am Ferienprogramm beteiligen.

Sein Wunsch, so Köppen, wäre einmal eine eigene Kindergruppe zu gründen. Am 8. August sei eine Radltour zu den schönsten Gärten in Marquartstein geplant. Die Erntedankkrone müsse am 30. September wieder neu gestaltet werden und die Herbstversammlung sei für den 10. Oktober vorgesehen. Auch beim Adventsmarkt am 28. November werde sich der Gartenbauverein um die Betreuung der Kinder kümmern.

Voll des Lobes war Bürgermeister Hans Pertl. »Ohne euch hätten wir kein so schönes Dorf«, meinte er und betonte, dass man sehe, mit wie viel Liebe und Herzblut im Garten gearbeitet werde. Da gehe man gerne durchs Dorf. Dankbar für die Unterstützung zeigte sich Trachtenvereinsvorsitzender Klaus Weisser. Er informierte, dass am 9. Mai eine Informationsversammlung zum Gaufest organisiert werde und hier der Festablauf mit Festzug und Kirchenzug vorgestellt werde.

Letztlich löste Köppen noch das Rätzel um den Sack Hornspäne auf. Die Teilnehmer sollten das Gewicht schätzen. Die drei, die das Gewicht am besten einschätzen konnten – Annemarie Krause, Heidi Koller und Astrid Lindlacher – wurden mit einem Geschenk belohnt. tb