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»Besonders entwicklungsfördernde« Krippe

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Ines Eisenbarth vom Netzwerk »Inbewegung« (rechts) freut sich mit der Leiterin Gerti Huber über die Zertifizierung der städtischen Kindergrippe »Bunter Schmetterling«. Nathan und seine kleine Schwester Tessa freuen sich mit ihnen. Die Krippe wurde mit dem Qualitätssiegel »besonders entwicklungsfördernd« ausgezeichnet. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die städtische Kinderkrippe »Bunter Schmetterling« darf sich ab sofort als »besonders entwicklungsfördernd« bezeichnen.


Die Einrichtung an der Johann-Hinrich- Wichern-Straße hat erfolgreich an der Qualifizierungsmaßnahme zum Raumkonzept »Bewegte Kinderkrippe« teilgenommen und jetzt das entsprechende Qualitätssiegel erhalten. Das Qualitätssiegel verleiht die Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V. (BAG).

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Die Sportökonomin Ines Eisenbarth vom Netzwerk »Inbewegung« überreichte an Bürgermeister Klaus Ritter, ein Hausschild und an die Krippen-Chefin und ihr Team jeweils eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme. Das Team um Gerti Huber habe sich vorbildlich den entwicklungsgerechten Herausforderungen, vielfältigen Bewegungserfahrungen und der Unterstützung des frühkindlichen Lernens gestellt, lobte Eisenbarth. Denn die Bewegung sei für die Entwicklung von Kindern in den ersten Lebensjahren von elementarer Bedeutung.

Im »Bunten Schmetterling« wird dies durch Podestlandschaften unterstützt, die zum Experimentieren und Erforschen einladen und indem die Fachkräfte ihnen gleichzeitig viel Freiraum und Vertrauen schenken. In der vor rund sechs Jahren eröffneten Krippe wurde das sogenannte Schilling-Konzept umgesetzt. Ein zukunftsweisendes Raumkonzept, das die Kleinkind-Pädagogik nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen der ungarischen Kinderärztin Emmi Pickler vervollständigt. Die Kinder, die die Krippe besuchen, können seit knapp einem Jahr auf den neuen Bewegungs-Podest-Landschaften ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Dass die Mitarbeiter an dem Konzept festhalten und das bisher Erreichte weiter entwickeln wollen, bestätigte Gerti Huber. »Wir wollen keinen Stillstand«, sagte sie. Deshalb belegte das Team in der vergangenen Woche auch ein zweitätiges Seminar, um sich auf der Basis der Bewegungs- und Organisationsentwicklung weiter zu qualifizieren. Lobend erwähnte die Leiterin auch die finanzielle Unterstützung der Stadt. Das Erreichte sei ein Beleg dafür, dass es kein Fehler gewesen sei, in das zukunftsweisende Raumkonzept zu investieren, sagte Huber. Der »Bunte Schmetterling« sei die erste städtische Kinderkrippe, die sich zertifizieren habe lassen, sagte Bürgermeister Ritter. Er beglückwünschte die Einrichtung zu der Auszeichnung und lobte den Einsatz des Teams. In seinen Augen sei die Bewegung für die Kinder viel wichtiger als drei Sprachen.

Das Raumkonzept »Bewegte Kinderkrippe« für Kinder unter drei Jahren stellt die Bewegung als elementaren Zugang der Kinder zur Erschießung der dinglichen und sozialen Welt sowie der eigenen Person in den Mittelpunkt. Es fokussiert dabei, dass das frühkindliche Lernen insbesondere dann stattfindet, wenn die Aktivität von der Neugier des Kindes ausgeht – es selbst erkundet, handelt, begreift, erfährt. In der Gestaltung werden die unterschiedlichen kognitiven und motorischen Entwicklungsstufen und -aufgaben der Krippenkinder berücksichtigt, sodass für diese Kinder entwicklungsfördernde Herausforderungen bestehen, um kognitive, kommunikative und körperbezogene Kompetenzen selbst zu erwerben. ga