Besonderes Unterstützungsangebot für Unternehmen in der Corona-Pandemie

Unterstützungsangebot für Unternehmen in der Corona-Pandemie
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Foto: pixabay/Symbolbild

Die aktuelle Ausnahmesituation durch das Corona-Virus stellt auch die heimische Wirtschaft vor besonders große Herausforderungen. Von der finanziellen Existenzbedrohung durch pandemiebedingten Wegfall der Geschäftsmodelle bis hin zur aufwändigen Umorganisation von Arbeitsabläufen, um den erforderlichen Arbeitsschutz- und Gesundheitsvorsorgestandards gerecht zu werden.


Gerade in Krisenzeiten zeigt sich auch die Bedeutung der Arbeit in den Innungen und Wirtschaftsverbänden. So sind Landrat Siegfried Walch und Dr. Birgit Seeholzer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungs GmbH des Landkreises Traunstein im engen Austausch mit IHK, dem Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA), HWK, Kreishandwerkerschaft, Innungen oder auch dem Informationskreis der Wirtschaft (IdW).

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Neben Gastronomie und Hotellerie trifft es unter anderen körpernahen Berufen vor allem die Friseure derzeit besonders hart. Auch wenn es Überbrückungshilfen gibt, sichern diese nur anteilsmäßig die Bezuschussung von Fixkosten, nicht aber das notwenige Unternehmereinkommen. Hier leistet auch die Friseurinnung Traunstein-Berchtesgadener Land wichtige Unterstützungsarbeit im engen Austausch mit dem Landesinnungsverband Bayern und dem Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks sowie der Kreishandwerkerschaft in Traunstein. Innungsobermeisterin Evelyn de Marco-Maier aus Surheim betont: „Unsere Friseurbetriebe haben viel in die sichere Handhabung der Hygiene-Konzepte investiert und auch im ersten Lockdown schon umfassend umgesetzt. Wir wollen unseren Kundinnen und Kunden so schnell wie möglich wieder in unseren Salons zur Verfügung stehen.“

Dennoch wollen sie auch dafür Gehör finden, dass die versprochenen Hilfen des Bundes bei den Betrieben oftmals nur sehr begrenzt oder zu spät ankommen. „Seit letzter Woche haben wir zudem eine besondere Aktion: Dabei brennt in unseren Friseursalons von Freitag bis Samstag in der Früh das Licht, trotz geschlossener Türen. Damit wollen wir gerade unseren Kunden zeigen: Wir sind noch da und warten auf euch“, so de Marco-Maier abschließend.

Monika Auer und Manuela Deneri von der Kreishandwerkerschaft in Traunstein erreichen derzeit viele Hilferufe von kleinen Betrieben, die derzeit auf Grund der anhaltenden Situation nicht wissen, wie sie die nächsten Wochen überbrücken können. Doch trotz aller Probleme sind sich die Beteiligten einig, dass die Bekämpfung der Pandemie oberste Priorität hat. Daher stehen Kreishandwerkerschaft und Wirtschaftsförderung im intensiven Austausch, um bestmöglich beraten zu können. Außer bei Soloselbständigen ist die Antragstellung für Coronahilfen derzeit nur durch prüfende Dritte (d.h. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte) möglich.

„Doch gerade in dieser schweren Zeit ist es wichtig, die Unternehmen, die aktuell massive wirtschaftliche, teilweise gar existenzgefährdende Einschnitte erfahren müssen, zu unterstützen und individuell zu beraten“, so Landrat Siegfried Walch. Als jemand, der sich selbst mit 22 Jahren selbstständig gemacht hat, kann er die aktuellen Existenzängste gerade auch der Friseure verstehen: „Darum haben wir gleich zu Beginn der Corona-Pandemie die Arbeit unserer Wirtschaftsförderungs GmbH vom Alltagsgeschäft in eine zentrale Corona-Beratungsstelle für die Unternehmen umgestellt.“

Aus diesem Grund gibt es bei der Wirtschaftsförderung in Traunstein eine Corona- Hotline unter der Tel. 0861/58-7100, die im Vorfeld einer Förderantragstellung gerne für Einzelfall-Fragen zur Verfügung steht und die Unternehmen bei der Suche nach den richtigen Antworten und Experten begleitet. Und auch bei den Fragen rund um einen Arbeitseinsatz in Nachbarländern recherchiert die Wirtschaftsförderung nach den tagesaktuellen Test- und Nachweisanforderungen und eventuellen Quarantänevorschriften.

Die Wirtschaftsförderung und das Regionalmanagement des Landkreises Traunstein sind Partner der Wirtschaft, sowie zentrale Servicestelle für Unternehmen und Gründungswillige. Die Wirtschaftsförderung unterstützt bei der Suche nach hilfreichen Kontakten, geeigneten Standorten und berät über mögliche Förderungen. Das größte Kapital des Regionalmanagements ist ein gewachsenes Netzwerk aus Unternehmen, Organisationen, Bildungsträgern und Behörden. Zusammen mit den Netzwerk-Partnern wird sich um viele unterschiedlichste Anliegen gekümmert, Probleme gelöst und gemeinsame Projekte und Aktivitäten organisiert.

fb/red

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