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Beschwerde wird geprüft

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Seeon-Seebruck. Nach dem Wirbel um einen verstopften Gully in Roitham kochen die Emotionen in der Gemeinde Seeon-Seebruck hoch. Wie berichtet, läuft gegen Bürgermeister Bernd Ruth eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Die Beschwerdeführer beklagen sich darüber, dass der Bürgermeister einen verstopften Gully vor ihrem Anwesen am Almweg angeblich mit Absicht nicht reinigen lässt. Wie Landrat Siegfried Walch am Donnerstag dem Traunsteiner Tagblatt auf Anfrage mitteilte, werde die Beschwerde von der Kommunalaufsicht des Landkreises Traunstein gemäß den Vorgaben geprüft. »Die Beschwerde wird, wie jede andere auch, ganz normal von unserer Abteilung geprüft«, bestätigte Walch, der die Klage »äußerst gelassen« sieht.


Im Zusammenhang mit der »Gullydeckel-Affäre« wurde auch darüber berichtet, dass die Gemeinde mit demselben Grundstücksbesitzer seit Jahren im Clinch liegt. Der sogenannte »Balkonstreit« hatte damals hohe Wellen geschlagen. Streitpunkt war ein zu weit in den Straßenraum hineinragender Balkon, der zurückgebaut werden musste. Das gemeindliche Bauamt wehrt sich jedoch gegen die Darstellung des Grundstücksbesitzers, dass der Balkon zunächst genehmigt worden sei. Nach Aussagen des Bauamtsleiters Andreas Bichler sei dem Grundstücksbesitzer vor drei Jahren von der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landratsamts Traunstein zwar mitgeteilt worden, »dass der mit der Baugenehmigung mit-genehmigte Balkon die Sicherheit und Leichtigkeit des öffentlichen Verkehrs gefährdet.« Dabei habe es sich jedoch um eine Falschaussage der zuständigen Sachbearbeiterin gehandelt, was den »mitgenehmigten Balkon« anbetraf. Die Aussage der Sachbearbeiterin sei entsprechend revidiert worden. »Für diesen Balkon hat es nie eine Baugenehmigung gegeben«, betont Bichler. Die Gemeinde möchte damit zum Ausdruck bringen, dass sie sich lediglich an die Spielregeln des Genehmigungsverfahrens gehalten habe und keineswegs gegen die Sanierung und Umgestaltung eines Hauses ist. ga

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