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Berufsschulabschluss mit viel Bravour geschafft

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Zusammen mit dem Stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser (Mitte) überreichte Helmut Götzinger (links) den 1,0-Schülern die Staatspreise. (Foto: Buthke)

Traunstein. »Sie haben nicht nur eine anspruchsvolle Berufsausbildung zu Ende gebracht, sondern die Abschlussprüfung sogar mit Bravour bestanden«, erklärte Studiendirektor Helmut Götzinger, Vertreter des Schulleiters, bei der Abschlussfeier der Staatlichen Berufsschule II Traunstein. Von den 433 Absolventen haben 92 einen Notendurchschnitt von unter 1,5. Von diesen erreichten wiederum 17 einen Traumdurchschnitt von 1,0. Alle 92 wurden mit dem Staatspreis ausgezeichnet.


Sie hätten in ihren Betrieben gearbeitet und dabei ihr praktisches Können bewiesen, sagte Götzinger zu den Absolventen. Gleichzeitig hätten sie in der Berufsschule gut gelernt und ihr theoretisches Wissen ständig erweitert. Damit Bayern wettbewerbsfähig und zukunftsorientiert bleibe, benötige es hochqualifizierte Fachkräfte. »Dafür schaffen wir an unserer Schule die Voraussetzungen«, so Götzinger.

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Schulen seien nicht nur eine bloße Aneinanderreihung von Klassenzimmern oder Unterrichtsfächern. Sie seien vielmehr Orte, an denen Lehrer die kommende Generation heranbilden, ihr Möglichkeiten aufzeigen, ihre Talente erkennen, sie fördern und in die Gesellschaft einbringen. Es würden die entscheidenden Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, um sich im späteren Leben, im Studium und Beruf, behaupten zu können. »Bildung ist der Schlüssel dazu, dass junge Menschen durch die Entfaltung ihrer individuellen Anlagen und Talente zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten werden«, war er der festen Überzeugung. Deshalb sei Bildung in unserer solidarischen Leistungsgesellschaft eine politische und gesellschaftliche Kernaufgabe.

Seitens der Wirtschaft seien laut Götzinger einerseits persönliche Kompetenzen gefragt wie Zuverlässigkeit, Lern- und Leistungsbereitschaft, Ausdauer und Durchhaltevermögen, Belastbarkeit, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit. Anderseits auch soziale Kompetenzen wie Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit, Höflichkeit und Freundlichkeit, Konfliktfähigkeit und Toleranz.

Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser sagte zu den Abschlussschülern: »Heute ist der Tag, der schwarz auf weiß verdeutlicht, dass sich Ihre Bemühungen gelohnt und Sie Ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben.«

Landkreis investiert rund 16 Millionen in Bildung

Bildung sei eines der Kernthemen in der Kreispolitik. Der Landkreis als Sachaufwandsträger von 14 Schulen mit rund 11 660 Schülern setze alles daran, die optimalen Rahmenbedingungen für einen modernen und zeitgerechten Unterricht zu schaffen. »Dafür gibt der Landkreis jährlich rund 16 Millionen Euro an laufenden Kosten für die Schulen aus«, so Konhäuser. Hinzu kämen 35 Millionen Euro, die heuer für Investitionen verwendet würden.

Bildung sei der Garant für den Erhalt und die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Landkreis Traunstein bzw. Chiemgau. Neben den Rahmenbedingungen für einen guten Unterricht spiele das duale Ausbildungssystem ein wichtige Rolle. Die Ausbildungsbetriebe vermittelten das erforderliche praktische Wissen und Können, die Berufsschulen das benötigte theoretische Fachwissen, sagte Konhäuser. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung stünden den Absolventen sämtliche Türen und Wege offen: Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen im Beruf oder Besuch der Berufsoberschule mit anschließendem Studium. Mit dem Zeugnis hielten sie ein Stück Zukunft in der Hand, meinte Traunsteins neuer Oberbürgermeister Christian Kegel. Der Berufsschulabschluss sei ein großartiger Erfolg, auf den sie stolz sein könnten. Sie hätten damit das Fundament für die weitere berufliche Zukunft gelegt. Großen Anteil an dem Erfolg hätten auch die Berufsschullehrer, Ausbilder in den Betrieben und die Eltern.

»Bildung kann sehr glücklich und gelassen machen«

»Wissen wird erst zu Bildung durch die Persönlichkeit eines Menschen. Bildung ist mit Lernen verbunden, das kostet Zeit und Nerven. Aber wissen Sie was: Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen«, zitierte Kegel den TV-Moderator Günther Jauch. Um gut durchs Leben zu gehen, brauche es aber noch mehr: soziale Kompetenz und Teamfähigkeit. Mit dem erfolgreichen Berufsschulabschluss hätten die Absolventen erste Grundlagen für eine berufliche und persönliche Zukunft gelegt.

Mit einer humorvollen Ansprache stellten die Schülersprecher, Christina Bauer und Christian Freimoser, die Gefühlswelt der Schüler in den vergangenen Wochen dar. Gleichzeitig machten sie sich Gedanken, wie es nun weitergehen könnte: Schule, Beruf, Studium, Auslandsaufenthalt und später Familienplanung. Mit einigen Worten ließen sie dann den Lebensabschnitt Berufsausbildung noch einmal Revue passieren. bjr