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Berufsinformationsmesse: Lebendiges Handwerk gezeigt

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Unter der Anleitung von Bäckermeister Gerhard Kotter (Dritter von rechts) versuchten sich auch (von rechts) Harald Schwarzbach, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Landkreis Traunstein, Landrat Siegfried Walch und Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel beim Brezendrehen. Mehr Bilder sind zu finden unter www.traunsteiner-tagblatt.de. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Das Werben um Facharbeiter und beruflichen Nachwuchs wird in allen Bereichen verstärkt. Auch das Handwerk intensiviert seine Bemühungen, junge Menschen zu gewinnen. Schon zum vierten Mal findet darum noch bis zum morgigen Freitag im Bildungszentrum der Handwerkskammer eine Berufsinformationsmesse (BIM) des Handwerks statt.


Um dem großen Interesse gerecht zu werden, wurde die BIM nun auf drei Tage ausgedehnt. Hatten sich doch aus zwölf Schulen im Landkreis Traunstein und zwei Schulen aus dem Landkreis Berchtesgaden Land fast 1000 Schüler mit ihren Lehrern für den Berufsfindungstag angemeldet.

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Nachfrage nach Messebesuch war zu groß

Die Nachfrage war so groß, dass man zuletzt die Teilnahmemöglichkeit begrenzen musste, um den Schülern ausreichend Zeit zu geben, sich nach einem Rundgang durch die Ausbildungswerkstätten noch intensiver mit den Berufen zu beschäftigen, die ihr Interesse geweckt haben. Dafür stehen ihnen Ausbilder des Bildungszentrums, aber auch Mitarbeiter der Innungen zur Verfügung.

Gerhard Kotter, Stellvertretender Kreishandwerksmeister, dankte bei der Eröffnungsveranstaltung den Innungen, die auch ein Zeichen für die Geschlossenheit des regionalen Handwerks seien. »Wir sind stolz, das heimische Handwerk in seiner Vielfältigkeit, seiner Kompetenz und seinem Können präsentieren zu können«, sagte er. Die Anmeldungen mit fast 1000 Schülern zeigen das Interesse am Handwerk.

Kotter betonte, dass das Handwerk in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land »die Stütze der Wirtschaftskraft in der Region« sei. Rund 22 000 Mitarbeiter, davon rund 2200 Auszubildende, erwirtschafteten rund 20 Prozent aller gewerblichen Umsätze. »Unsere Sorge ist aber nicht die Auftragslage, sondern das Nachwuchsproblem«, machte Kotter deutlich.

Walch: »Handwerk ist das Rückgrat der Wirtschaft«

Landrat Siegfried Walch hatte die Schirmherrschaft übernommen und betonte, dass ihm das Handwerk am Herzen liege. »Es ist das Rückgrat der Wirtschaft.« Für das Handwerk sei der heimische Betrieb nicht nur ein Unternehmensstandort. »Das Handwerk ist mit unserer Region verwurzelt und verbunden.« Für junge Menschen gäbe es Ausbildungsplätze und attraktive Perspektiven.

Schüler wie geladene Gäste – darunter auch eine Reihe von Bürgermeistern – besichtigten dann die Werkstätten. Dabei ging es auch praktisch zur Sache. Egal, ob beim Aufmauern einer Wand, beim Brezendrehen oder Abbinden von Weißwürsten – die Schüler durften auch selbst Hand anlegen und ihr handwerkliches Geschick ausprobieren. awi