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Bernhard Reithmaier bleibt KAB-Vorsitzender

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Bei den Neuwahlen der KAB St. Georgen wurden Peter Huber (von links), Otto und Maria Melcher, Christa und Georg Gröbner, Gretl Gineiger, Maria Weidinger, Martha Korsiska und Bernhard Reithmaier gewählt. (Foto: Mix)

Traunreut. Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) St. Georgen wird weiterhin vom Vorsitzenden Bernhard Reithmaier geführt. Bei den Neuwahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde er im Amt bestätigt. Das Jahresschwerpunktthema 2013 der KAB lautet »Gerechte Verteilung – wenn Arbeit arm und krank macht«.


Maria Melcher ist neue Schriftführerin

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Neben Bernhard Reithmaier als Vorsitzender gab es in der KAB bisher noch eine Frauenvorsitzende. Da sich Christa Gröbner bei der Neuwahl nicht mehr für diesen Posten zur Verfügung stellte und kein Ersatz gefunden werden konnte, bleibt das Amt der Frauenvorsitzenden vorerst unbesetzt. Christa Gröbner zieht sich in die zweite Reihe zurück und fungiert künftig zusammen mit Gretl Gineiger und Otto Melcher als Stellvertreter des Vorsitzenden.

Zu Beisitzern gewählt wurden Martha Korsiska, Georg Gröbner, Maria Weidinger und Rudolf Stadler. Die Kasse bleibt in den bewährten Händen von Peter Huber, neue Schriftführerin ist Maria Melcher. Resi Mörtl gab dieses Amt ab. Neuer Bannerträger ist Georg Gröbner, nachdem auch Bruno Richter nicht mehr zur Wahl stand. Ersatzträger ist Reinhard Piehler, Bannerbegleiter sind Franz Weidinger, Christa Gröbner, Gottfried Seitlinger und Alois Huber. Die Kasse wird geprüft von Georg Gröbner und Hans Schupfner.

2012 war die Kasse der KAB sehr ausgeglichen. Einnahmen von 1861 Euro standen Ausgaben von 1829 Euro gegenüber.

Zum diesjährigen Jahresthema gab Vorsitzender Bernhard Reithmaier einige Erläuterungen: »Den Unternehmen in Deutschland geht es gut, sie verschaffen sich Vorteile durch Kostenentlastung zulasten der Allgemeinheit. Risiken und Verluste werden auf die Allgemeinheit verschoben und Gewinne werden privatisiert.« Folgen daraus seien eine Zunahme des Niedriglohnsektors, der befristeten Arbeitsverhältnisse und der Leiharbeit. »Nahezu jede zweite Neueinstellung erfolgt heute nur noch befristet«, betonte der Vorsitzende. Aus diesen Gründen seien die Menschen oft trotz Arbeit von Armut bedroht und auf zusätzliche Leistungen und Hilfen der öffentlichen Hand angewiesen.

Die KAB habe daher eine Reihe von Forderungen aufgestellt, darunter die nach einem europäisch definierten Mindestlohn und eine auf europäischer Ebene abgestimmte Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik, die vor allem jugendliche Arbeitssuchende und Langzeitarbeitslose verstärkt im Blick haben sollte. »Auch die gerechte Verteilung der lebensnotwendigen Ressourcen muss neu geregelt werden«, heißt es im Beschluss des KAB-Bundesverbandstages. Das gelte nicht nur für den Zugang zu sauberem Wasser, zu Nahrung, Wohnung, Bildung und Arbeit, sondern ebenso für den Zugang zur Energie.

Der geistliche Beistand der KAB, Pastoralreferent Martin Benker, erinnerte an die Heiligsprechung des römischen Priesters Vinzenz Palotti anlässlich des zweiten Vatikanischen Konzils am 20. Januar 1963. Palotti habe schon im 19.  Jahrhundert erkannt, dass die Arbeit der Laien in der katholischen Kirche eine besondere Bedeutung habe und gefördert werden sollte.

Viele Termine für 2013 geplant

Für das neue Jahr hat die KAB wieder einiges vor. Der jährliche Schafkopfabend mit dem Frauenbund findet am 8.  März beim Dorfwirt statt, ein Vortrag zum Thema »Von der Schere zwischen Arm und Reich« ist am 14. März geplant. Der Emmausgang geht am Ostermontag, 1. April, von Traunwalchen aus nach Pertenstein, die traditionelle Radtour am 1. Mai hat als Ziel die Kirche in Hart. Der KAB-Freundeskreis unternimmt eine Reise zum Lago Maggiore vom 11. bis 18. Mai. Ein weiterer Vortrag über »Neues aus der Pflegeversicherung« folgt am 10.   Oktober und der Arbeitnehmergottesdienst ist am 10.   November. mix