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Bernd Ruth ist neuer Stellvertretender Vorsitzender

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Seeon-Seebruck. »Wir waren alle superglücklich«, betonte Ortsvorsitzender Sepp Daxenberger bei der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbands Seeon-Seebruck beim Hafenwirt in seinem Rückblick auf die Bürgermeisterwahl. CSU-Kandidat Bernd Ruth hatte sich mit 55 Prozent gegen Sebastian Maier von den Freien Wählern durchgesetzt.


Zufrieden ist Daxenberger auch, dass die CSU weiter fünf Sitze im Gemeinderat hat, wobei er bedauerte, dass es Alfred Eiblmaier nicht mehr in den Gemeinderat geschafft habe. Er werde aber weiterhin als Senioren- und Behindertenbeauftragter der Gemeinde tätig sein. Eiblmaier habe sehr viel im sozialen Bereich angestoßen, betonte der Ortsvorsitzende und überreichte ihm dafür ein Buchgeschenk.

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Daxenberger ging auch auf die konstituierende Sitzung des Gemeinderats (wir berichteten) ein, die einen faden Nachgeschmack hinterlassen habe und die er nicht so schnell vergessen werde, wie er unmissverständlich zu verstehen gab. Wie berichtet, hatte sich Martha Gruber (FW) bei der Wahl des Zweiten Bürgermeisters knapp gegen Daxenberger durchgesetzt. Daxenberger missfiel allerdings das Auftreten seiner Kontrahentin bei deren Vorstellung. Die Art und Weise, wie Gruber aufgetreten sei, sei »unterste Schublade« gewesen, kritisierte Daxenberger. »So jemand soll unsere Gemeinde vertreten?«

Wenn schon so viele Defizite vorhanden seien, sollte man wenigstens charmant auftreten. Er kenne niemanden, der sich für so ein Amt so aufgedrängt habe. Gruber, die als FW-Kandidatin für den Bürgermeister-Stellvertreterposten vorgeschlagen wurde, hatte Daxenberger unter anderem vorgeworfen, nachdem er es abgelehnt habe als Erster Bürgermeister zu kandidieren, jetzt aus dem Hintergrund agieren zu wollen.

Diesen Vorwurf, der auch bei den Sitzungsgästen massive Kritik hervorgerufen habe, wollte Daxenberger nicht auf sich sitzen lassen. Er habe lange über eine Kandidatur für den Ersten Bürgermeister nachgedacht, sich aber aus beruflichen und familiären Gründen ganz klar dagegen entschieden, erklärte er. Das hervorragende Ergebnis bei den Kommunalwahlen hätte ihn unter anderem dazu bewogen, für den Stellvertreterposten zu kandidieren. Die Entscheidung sei gefallen und jetzt gelte es, zum Wohle der Allgemeinheit, den Blick nach vorne zu richten.

Mit dem Austritt von Sepp Hiebl, der der CSU den Rücken gekehrt hatte, um bei den Freien Wählern als Bürgermeisterkandidat anzutreten, war der Posten des Stellvertretenden CSU-Ortsvorsitzenden vakant. Auf Vorschlag von Daxenberger wurde Bürgermeister Bernd Ruth einstimmig zum neuen Stellvertretenden Ortsvorsitzenden gewählt.

Seit gerade mal zwei Wochen im Amt habe er festgesellt, dass sich in den letzten 24 Jahren viel angesammelt und angestaut habe, das es zu bearbeiten gelte, sagte Ruth. Zu den aktuellen Themen, der Ansiedlung einer Brauerei in Seeon und dem Rathausneubau, teilte er mit, dass er mit den Vertretern und den Architekten bereits Gespräche aufgenommen habe. Auch habe er bereits gewisse Sachen gestoppt.

Was die Arbeit in der Verwaltung betreffe kündigte er an, einiges anders einzufädeln und umzustrukturieren. »Wir sind ein Dienstleistungsunternehmen, das schnell reagieren muss«. Dabei sei er sowohl auf seine Mitarbeiter als auch auf den Gemeinderat angewiesen. »Ich bin nur der Bürgermeister, bin zwar der Kopf, aber ich habe nicht alles alleine zu entscheiden«, sagte er. Dass der Ortsverband, der in die Kommunalwahl 5000 Euro investierte, finanziell gut da steht, war dem Bericht des Schatzmeisters Franz Prambs zu entnehmen. Prambs sprach von einem finanziell erfolgreichen Jahr. ga