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Bergwanderer gerettet

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Inzell. Einen für alle Beteiligten nervenzehrenden Rettungseinsatz lösten zwei Bergwanderer, eine 50-jährige Schneizlreutherin und ihr 47-jähriger Begleiter aus Berlin, aus, die sich am Freitagabend im Bereich des Sonntagshorns verstiegen hatten.


Die Bergwacht Inzell rückte gegen 20.30 Uhr mit Unterstützung zunächst eines Polizeihubschraubers aus. Nach Angaben der Bergwacht Inzell wurden die beiden zwischen Aibleck und Augenstein lokalisiert. Da es mittlerweile dunkel war, leuchtete der Hubschrauber die Einsatzstelle an. So konnte Rufkontakt hergestellt werden. Da die Maschine weg musste, flog sie gegen 23.45 Uhr nach München, zumal die Suche erledigt schien.

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Da sich die Einsatzstelle aber im extrem steilen, latschendurchsetzten Schrofengelände mit einigen Kletterstellen im zweiten Grad befand, stellte sich ein Vordringen zu den Verstiegenen als äußerst schwierig dar. Trotz telefonischer Verbindung konnten die Bergwanderer keine Lagebeschreibung durchgeben. Um 2.50 Uhr machte sich die Polizeihubschrauberstaffel mit zwei Maschinen erneut auf den Weg nach Inzell für eine Nachtwindenrettung.

Die Verstiegenen hatten sich eine kleine Feuerstelle eingerichtet, die fast erloschen erschien. Als jedoch der Hubschrauber zwei Rettungskräfte absetzte, fachte der Abwind des Hubschraubers das Feuer wieder an, das mit starkem Funkenflug lichterloh zu brennen anfing. Bergretter und Polizeibergführer mussten im extrem steilen Gelände die zunächst noch ungesicherten Verstiegenen schnellstens aus dem Gefahrenbereich bringen. Der Hubschrauber Edelweiß 2 nahm alle vier auf. Die Bergwanderer wurden ins Tal geflogen und unverletzt nach Hause gebracht.

Da nun aber die Gefahr eines Waldbrands bestand, wurde die Luftunterstützungsgruppe der Feuerwehr hinzugezogen. Diese flog nochmals zur Einsatzstelle. Der Brand hatte sich mittlerweile gelegt, jedoch wurden noch letzte Glutnester gelöscht, um ein nochmaliges Entzünden zu verhindern.