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Bergwalderlebnisweg rund um den Staffen eingeweiht

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Bei der Einweihung: Rudi Jantke (von links), Gerhard Stark, Andreas Danzer, Florian Stephan sowie Andreas Scheck. (Foto: Giesen)

Marquartstein. Ideales Bergwetter erwartete die Besucher, die den neuen Bergwalderlebnisweg der Gemeinde Marquartstein rund um den Staffen besichtigten. Darunter waren auch viele Ehrengäste aus den umliegenden Gemeinden, da der neue Bergwalderlebnisweg nun offiziell eingeweiht wurde.


Auf dem 4,25 Kilometer langen Weg rund um den großen und den kleinen Staffen sind nun 20 Stationen zu finden, an denen man die Natur auf besondere Weise erleben kann. Neben Ruhe gibt es Spiel und Spaß, verbunden mit vielen interaktiven Möglichkeiten, dazu aber auch zahlreiche Infotafeln, um sein Wissen über Natur und Bergwald zu erweitern. Wer sich nach dem kurzen, etwas steileren Beginn des Weges oder zwischendurch ausruhen möchte, findet Entspannungsliegen, Hängesessel und Aussichtsplattformen mit einem grandiosen Blick auf die umgebende Bergwelt und zum Chiemsee. In der Nähe des Startplatzes für Drachenflieger gibt es eine Drachenfliegerschaukel, auf der man auf dem Bauch liegend das Gefühl eines Drachenfliegers nachempfinden kann.

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Für die Kinder sind besonders die vielfältigen spielerischen Dinge, die Natur zu erfahren, interessant. Zum Beispiel Klangbretter, an denen man unterschiedliche Klänge von verschiedenen Hölzern ausprobieren kann oder den »Summstein«, in den man den Kopf stecken kann, um das eigene Summen vielfach lauter zu hören. Beim »Holzstämme heben« erfährt man gleichzeitig, dass Ameisen das 50-fache ihre Körpergewichts durch den Wald tragen. Eine große Attraktion für die Besucher ist die Silhouettenwand, in die man sich stellen kann.

Auf den Infotafeln und am »Spechtbaum« ist überall das Maskottchen des neuen Weges zu finden – der streng geschützte Dreizehenspecht.

Bei der Einweihung des Weges, bei der das symbolische Absperrungsband vom Stellvertretenden Landrat Andreas Danzer, von Marquartsteins und Grassaus Bürgermeistern Andreas Scheck und Rudi Jantke sowie Geschäftsleiter Florian Stephan und dem Planer des Weges von der Firma pronatour aus St. Leoben, Gerhard Stark, durchschnitten wurde, gab es während des Rundgangs an verschieden Stationen kleine Reden. Andi Scheck gab einen kurzen Überblick über die fast dreijährige Entstehungszeit des Bergwalderlebnispfades, der ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Marquartstein und Grassau, staatlicher Behörden sowie Privatleuten wie Almbauern und Wirtsleuten sei. Mit dem Bergwalderlebnisweg wurde das Gesamtkonzept zur Renovierung der Hochplattenbahn 2011 als weitere Maßnahme zur Steigerung ihrer Attraktivität abgeschlossen. Ursprünglich sollte der Weg bereits ein Jahr früher eröffnet werden, was sich aber durch die »Richtlinien zur Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen« des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft hinzog. Außerdem verlangte der Dreizehenspecht eine besondere naturschutzrechtliche Prüfung. Insgesamt sind die Kosten für den Bergwalderlebnisweg mit 243 000 Euro veranschlagt, was voraussichtlich eingehalten werden kann, wie Scheck berichtete.

Grassaus Bürgermeister Rudi Jantke bezeichnete das Projekt als Zeichen, wie gut die Gemeinden im Achental zusammenarbeiten. Schon lange habe man erkannt, dass nicht jede Gemeinde alleine für sich Erfolgreiches auf den Weg bringen könne, sondern viel effektiver gemeinsam gearbeitet werden könne. Auch der Stellvertretende Landrat Andreas Danzer betonte den Synergieeffekt bei einer konstruktiven, interkommunalen Zusammenarbeit, von der – wie in diesem Fall – beide Gemeinden profitierten. Danzer wünschte, der Weg möge zum »magischen Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen« werden. Zuletzt freute sich auch Gerhard Stark über den nun erfolgreich abgeschlossenen Bergerlebnisweg. Familiengerecht seien hier Spiel und Spaß mit Wissensvermittlung verbunden worden.

Mit einem bunten Rahmenprogramm auf der Hochplatte war die Einweihung des Weges verbunden. Die Marquartsteiner Alphornbläser und zahlreiche Musikgruppen auch von der Musikkapelle Marquartstein und Gruppen des GTEV Marquartstein-Piesenhausen unterhielten die Besucher. gi

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