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Bergener Gemeinderat stimmte Haushalt zu

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In der Gemeinde Bergen entfallen auf den Verwaltungshaushalt 9,6 Millionen Euro und auf den Vermögenshaushalt 5,6 Millionen Euro.

Bergen – Der Haushaltsplan 2017 der Gemeinde Bergen umfasst ein Gesamtvolumen von 15,2 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 14,2 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 9,6 Millionen Euro und auf den Vermögenshaushalt 5,6 Millionen Euro. Darüber informierten Bürgermeister Stefan Schneider und Kämmerer Peter Maier im Gemeinderat. Aus dem Verwaltungshaushalt ist eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 990 870 Euro zu erwarten.


Zur Finanzierung von geplanten Investitionen, die zudem Auswirkungen bis zum Jahr 2020 haben werden, ist im jetzigen Vermögenshaushalt eine Neukreditaufnahme in Höhe von 2,8 Millionen Euro vorgesehen. Zum Ende des Jahres 2017 dürfte der Gesamtschuldenstand bei 5,3 Millionen Euro liegen, hieß es.

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Kläranlage ist ein »gewaltiger Brocken«

»Ein gewaltiger, finanzieller Brocken« ist die im Jahr 2015 begonnene Sanierung der gemeindlichen Kläranlage. Aus dem Jahr 2016 wurden noch 418 000 Euro an Haushaltsresten vorgetragen. Für heuer sind Ausgaben von 700 000 Euro und für 2018 noch 400 000 Euro eingeplant. Diese Kläranlagenerneuerung soll mittels einer Ergänzungsumlage und Beitragsanpassungen finanziert werden.

Geplant sind auch Sanierungsmaßnahmen der Abwasseranlage in den Ortsteilen Bernhaupten und Holzhausen. Für Holzhausen eingeplant sind 500 000 Euro, verteilt auf drei Jahre und 775 000 Euro für Bernhaupten, ebenfalls auf drei Jahre verteilt. Für 2017 werden für Bernhaupten 75 000 Euro und für Holzhausen 200 000 Euro eingeplant.

Auch die Finanzierung des neuen Löschfahrzeugs (HLF) für die Feuerwehr Bergen erfolgt in drei Schritten. 2017 wurden 90 000 Euro bereitgestellt und für 2018 eine Summe in Höhe von 284 000 Euro.

Kämmerer Peter Maier informierte, dass im nächsten Jahr ein Zuschuss von voraussichtlich 119 000 Euro erwartet werde. Vorgesehen sind auch Überteerungen von Ortsstraßen, für die 150 500 Euro bereitgestellt wurden, und für Brückensanierungen im Weißachental wurden 200 000 Euro eingeplant.

Geplant ist auch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf die energiesparende LED-Technik mit geschätzten 55 000 Euro. Geldmittel eingeplant wurden für die energetische Sanierung des örtlichen Schwimmbads mit 5000 Euro für das Jahr 2017 und jeweils 50 000 Euro für 2018 und 2019.

Zusätzlich sind 2017 Erneuerungen an den betriebstechnischen Anlagen für voraussichtlich 8000 Euro vorzunehmen. So wurden für einen Kassenautomaten, die Erneuerung von Liegen und eine Treppe in das Sportbecken zusätzlich weitere 30 000 Euro veranschlagt.

Geplant sind auch Sanierungsmaßnahmen der Wasserversorgung Enthal (Hochbehälter) mit insgesamt 320 000 Euro, heuer wurden dazu 20 000 Euro zur Verfügung gestellt. Ein wesentlicher Ausgabeposten wird von 2017 bis 2020 die Sanierung der Wohngebäude mit Gelb-, Kassier- und Schlackenhaus an der Maxhütte sein. Für heuer plante der Kämmerer 460 000 Euro ein. Laut seinen Ausführungen soll die Finanzierung über Förderungen und langfristig über Mieteinnahmen erfolgen.

Im Haushalt berücksichtigt wurden auch Geldmittel für das geplante Nahwärmekonzept im Bereich der Bergener Ortsmitte. Für die Herstellung einer Nahwärmeversorgung mittels Erneuerbarer Energien wurden für das heurige Haushaltsjahr 1,4 Millionen Euro veranschlagt.

Einkommensteuer entwickelt sich sehr gut

Der Kämmerer sagte, die Finanzierung erfolge durch Anschlusskosten im Jahr 2017 und Einnahmen für die Wärmelieferung in den Folgejahren. Weitere gemeindliche Ausgaben erwartet der Kämmerer durch die Erschließung des Gewerbegebiets an der Autobahn. Erörtert wurden auch die wichtigsten Einnahmen- und Ausgaben zur Ermittlung der Haushaltsplanung für 2017. Der Kämmerer erwähnte auch die sehr gute Entwicklung der Einkommensteuerbeteiligung und nannte als Ansatz für das heurige Jahr 2,72 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug das Ergebnis 2,62 Millionen Euro.

Gut entwickelt haben sich auch die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, die heuer mit 1,45 Millionen Euro angesetzt werden konnten. Im Vorjahr war die Summe um 100 000 Euro weniger. Gesunken ist aufgrund guter Steuereinnahmen aus den Vorjahren die Schlüsselzuweisung für 2017 mit 1,04 Millionen Euro. 2016 waren es 1,4 Millionen.

Der Kämmerer ging auch noch auf die Kreisumlage ein, die er für 2017 im Ansatz auf 2,52 Millionen Euro bezifferte. Im Vorjahr betrug sie 1,9 Millionen Euro.

Der Gemeinderat stimmte einvernehmlich der Haushaltssatzung und dem Haushaltsplan 2017 zu. OH