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Bergen will Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umstellen

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Bergen – Eine Optimierung der Straßenbeleuchtung mit Einsparung von Kosten plant die Gemeinde Bergen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hielt Roland Schnaitmann von der Bayernwerk AG einen Vortrag dazu.


Zunächst stellte der Referent fest, dass eine EU-Verordnung von 2015 die weitere Verwendung von Quecksilberdampf-Lampen verbietet. Er sprach sich für die neue LED-Technik aus, die nach seinen Worten ein großes Einsparpotenzial bringen würde. LED-Leuchten hätten eine lange Lebensdauer bis zu 50 000 Stunden, eine gute Farbwiedergabe und würden ein energieeffizientes Licht liefern.

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So würde der Umbau von 215 Leuchten im Gemeindebereich von Bergen etwa 61 300 Euro kosten, eine Erneuerung von weiteren 198 Leuchten 81 300 Euro, also insgesamt 142 600 Euro. Als jährliche Einsparung durch LED-Leuchten nannte Schnaitmann 69 000 Kilowattstunden im Jahr. Er meinte abschließend, die Umstellung könnte Zug um Zug geschehen.

Mittel sollen im Haushalt 2017 bereitgestellt werden

Einige Räte wollten wissen, ob es eine staatliche Förderung gibt. Schnaitmann sagte, grundsätzlich ja, doch hier müsste die Gemeinde der Besitzer der Straßenleuchten sein. Dann müsste eine europaweite Ausschreibung erfolgen. Der Gemeinderat äußerte sich insgesamt positiv zur Umstellung auf LED-Technik. Bürgermeister Stefan Schneider kündigte an, er werde sich noch von weiteren Stromerzeugern Angebote einholen. Im Haushalt 2017 sollen Mittel bereitgestellt werden.

Im weiteren Verlauf der Sitzung gab das Gremium die vom Landratsamt Traunstein geforderte Stellungnahme zur Durchführung von vier Erkundungsbohrungen und deren Ausbau zu Versuchsbrunnen durch die Adelholzener Alpenquellen ab. Die Bohrungen sollen Ende April beginnen, zwei davon werden auf Bergener Gemeindegebiet stattfinden, die anderen beiden im Gemeindebereich von Siegsdorf. Die erste Bohrung erfolgt in der Nähe des Bergener Schützenhauses, die zweite nördlich der Staudacher Straße gegenüber dem Gewerbegebiet »Am Anger«.

Der Gemeinderat sprach sich mit Blick auf den Hochwasserschutz der Weißachen bei der zweiten Bohrung für die rechtliche Absicherung der dort vorgesehenen Flutmulde aus. Das Gremium hatte ansonsten keine Einwände.

Das Einvernehmen erteilte der Gemeinderat einem Antrag auf Vorbescheid zum Umbau eines bestehenden Wohn- und Geschäftshauses mit Neubau von Garagen auf einem Grundstück an der Weißachener Straße. Bürgermeister Schneider stellte dazu fest, dass die Nutzungsänderung noch erfolgen muss und der Abstand zur Straße drei Meter sein muss.

Ja für Bauvorhaben an der Weißachener Straße

Grünes Licht gab es auch für einen Bauantrag zum Um- und Ausbau von fünf Wohnungen sowie zur Errichtung von zwei Garagen mit Geräteraum und Stellplätzen auf einem weiteren Grundstück an der Weißachener Straße. Mehrheitlich abgelehnt wurde dagegen ein Antrag auf Änderung des Bebauungsplans »Enthal – Bernhaupten« zur geplanten Bebauung eines Grundstücks an der Bahnhofstraße. Die große Mehrheit der Räte vertrat die Meinung, dass das dortige Grundstück mit einer Größe von 526 Quadratmetern für eine Bebauung nicht groß genug ist. Der Bürgermeister sagte, die Mindestgröße für eine Bebauung betrage in der Gemeinde Bergen 650 Quadratmeter.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Behandlung eines Antrags von Gemeinderatsmitglied Anton Wimmer (CSU) auf künftige Kennzeichnungspflicht der Verfasser von Artikeln in den örtlichen Gemeindenachrichten. Das Gremium sprach sich – unter der Voraussetzung der rechtlichen Prüfung – mehrheitlich dafür aus, dass Artikel eines Verfassers im Gemeindeblatt mit dem Namen beziehungsweise mit dem Namenszeichen des Verfassers versehen werden müssen. OH