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Bergen kauft ein Drittel des Deutz-Grundstücks zurück

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Ein Drittel der Fläche, die die Firma Deutz gekauft hatte, um eine Fertigungshalle zu bauen, kauft die Gemeinde Bergen nach dem Aus für die Halle nun zurück. Die anderen zwei Drittel kauft der Landkreis. Die Gemeinde Bergen musste deshalb jetzt einen Nachtragshaushalt aufstellen. (Foto: Hohler)

Bergen – Für den Erlass der Nachtragshaushaltssatzung für das laufende Jahr sprach sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einvernehmlich aus. Dieser Erlass war auf Anordnung des Landratsamts notwendig geworden wegen des Teilrückkaufs einer Fläche im Gewerbegebiet an der Autobahn von der Firma Deutz.


Unverändert blieb die Summe von 9,358 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt, jedoch erhöhten sich die Ausgaben durch den Teilrückkauf des Grundstücks um 836 000 Euro auf 4,921 Millionen Euro. Bürgermeister Stefan Schneider erklärte, die Firma Deutz habe vor einigen Jahren das Grundstück gekauft, um eine Fertigungshalle für Motoren zu bauen.

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Die Halle sei jedoch aus wirtschaftlichen Gründen doch nicht gebaut worden. Diese 30 000 Quadratmeter Fläche verkaufte die Firma Deutz zu einem Drittel an die Gemeinde Bergen und zu zwei Drittel an den Landkreis Traunstein. Schneider sagte, einige Firmen aus der näheren Umgebung hätten bereits starkes Interesse an der Fläche signalisiert. Der Bebauungsplan für das Gelände soll im Januar aufgestellt werden.

Weiter genehmigte das Gremium die über- und außerplanmäßigen Ausgaben ab 2011 bis 2015. Bürgermeister Schneider gab ferner die Ausschüttung aus der »Stiftung für das Dorf Bergen« bekannt. Drei Anträge gingen ein, die dem Satzungszweck der Stiftung entsprachen, hieß es.

So erhält der Trachtenverein Bergen für die Jugendarbeit 650 Euro, der Club der Alten als Zuschuss für die monatlichen Ausflüge und Besuche bei älteren und schwer behinderten Mitgliedern 500 Euro und die Soziale Bürgerhilfe Bergen-Vachendorf unter anderem zur Unterstützung von Alleinstehenden und Alleinerziehenden 1000 Euro. Bürgermeister Schneider betonte die absolute Notwendigkeit dieser Bürgerhilfe, die ehrenamtlich viel leiste.

Weiter sagte Schneider, die Katholische Kirchenstiftung habe einen Zuschussantrag für die Heizung der Pfarrkirche St.  Ägidius gestellt. Nach der Finanzierung des 94 000 Euro teuren Projekts durch Eigenmittel und Spenden blieb noch eine Deckungslücke von rund 43 000 Euro offen. Der Gemeinderat beschloss einvernehmlich, einen Zuschuss von 6000 Euro zu leisten. Die Mittel dazu werden im Haushalt 2017 eingestellt.

In seinem Jahresrückblick sprach der Bürgermeister auch über die Asylbewerber in Bergen und die Protestaktion der 18 Flüchtlinge wegen der Verlegung nach Kühnhausen. Ausdrücklich würdigte er den Helferkreis für die zahlreichen ehrenamtlichen Einsätze. In Bergen gab es keine Probleme mit den Flüchtlingen. Schneider würdigte aber vor allem auch den Zusammenhalt der Vereine, Verbände und der Institutionen und stellte die großartigen Veranstaltungen wie den Advent in Bergen und das Dorffest heraus. Er freue sich darüber, »dass Bergen eine sehr lebendige, aufgeweckte Gemeinde ist«.

»Auch finanziell geht es uns gut – trotz zahlreicher erfolgter Investitionen«, sagte er weiter. Die Breitbandversorgung komme gut voran wie auch der Empfang über das WLAN. Der Hochwasserschutz entlang der Weißachen wurde vorangetrieben und wird 2017 eines der Hauptthemen im Gemeinderat sein. Ein weiteres Thema wird das kommende Nahwärmekonzept sein. Erst vor kurzem sei die sanierte und zum Teil neu erstellte Kläranlage in Betrieb gegangen.

Recht gut laufe es auch in der Grund- und Mittelschule Bergen. Schneider informierte über Bauprojekte und Sanierungen im Ort. Im Schlackenhaus hätten die Bauhofmitarbeiter Wohnungen saniert. Auch im Kanalnetz habe es Sanierungen gegeben. Zudem seien Wanderwege und Radwege neu beschildert worden. Zudem seien zwei Ladesäulen für Elektrofahrzeuge installiert worden.

Weiter informierte Schneider über personelle Veränderungen in der Gemeinde. So wurde Peter Maier neuer Kämmerer. Ausdrücklich würdigte Schneider Verwaltung, Gemeinderat, Bauhof und an weitere Mitarbeiter in Einrichtungen, für die die Gemeinde zuständig ist.

Zweiter Bürgermeister Herbert Berger lobte Schneiders Engagement zum Wohle der Gemeinde und der Bürger wie auch Geschäftsleiter Andreas Schultes einschließlich seines Verwaltungsstabs für den steten Einsatz weit über das Geforderte hinaus. OH