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Bereitschaftspraxis speziell für Kinder und Jugendliche geht in Betrieb

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Foto: Schwaiger-Pöllner

Traunstein – Eine "Kinder- und Jugendmedizinische Bereitschaftspraxis" öffnet am Freitag im Diagnose- und Therapiezentrum des Klinikums Traunstein (orangefarbenes Gebäude) ihre Pforten.


Schon seit längerem war es das Ziel der niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, des Klinikums Traunstein und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten eine gemeinsame zentrale Anlaufstelle für akut erkrankte Kinder und Jugendliche in der Region zu schaffen.

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Am Freitag, den 2. Juni 2017, ist es nun soweit. Dann öffnet am Klinikum Traunstein im Diagnose- und Therapiezentrum in der Schierghoferstraße 1 (oranges Gebäude) die neue Praxis ihre Pforten. Die von der KVB betriebene Bereitschaftspraxis hat jeweils mittwochs und freitags von 16 bis 21 Uhr sowie am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 9 bis 21 Uhr geöffnet. Damit die Bereitschaftspraxis vom Klinikum aus schnell gefunden werden kann, ist diese übrigens mit roten Barfußaufklebern auf dem Fußboden ausgeschildert.

Medizinisch notwendige Hausbesuche führt weiterhin der bereits bestehende allgemein-ärztliche Hausbesuchsdienst durch. Als Einzugsgebiet der neuen Bereitschaftspraxis gelten die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land. Selbstverständlich steht die Praxis aber auch Patienten offen, die ihren Wohnsitz woanders haben.

Kinderärzte in den umliegenden Landkreisen sollen entlastet werden

Die Neuorganisation des kinderärztlichen Bereitschaftsdiensts führt bei den Kinder- und Jugendärzten aus den betreffenden Landkreisen zu einer Reduzierung der Dienstbelastung. Aus Sicht der KVB ermöglicht dies, den speziellen kinderärztlichen Bereitschaftsdienst in dieser Region langfristig aufrechterhalten zu können.

Etliche Vorteile

„Die erfahrenen niedergelassenen Kinderärzte und Kinderärztinnen können am Klinikum Traunstein die ambulanten Patienten versorgen, während für schwerer erkrankte Kinder der gesamte Backup der Kinderklinik mit allen Spezialisten vor Ort zur Verfügung steht“, sagte Priv.-Doz. Dr. Gerhard Wolf, Chefarzt der Traunsteiner Kinderklinik. „Wir freuen uns darauf, mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in Zukunft noch enger zusammenzuarbeiten“.

Mühsame Recherchen, welcher Kinderarzt Dienst hat und wo sich dessen Praxis befindet, entfallen. Kinder und Jugendliche mit weniger schweren Erkrankungen können von den Kinderärztinnen und Kinderärzten in Zukunft zügig in der Bereitschaftspraxis behandelt werden. Das entlastet zugleich die Notaufnahme in der Kinderklinik. „Patienten mit schwerwiegenderen Krankheitsbildern, welche dringend stationär behandelt werden müssen, können so in Zukunft noch schneller und gezielter in der Kinderklinik versorgt werden“, sagte Dr. Wolf.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst jederzeit erreichbar

Die KVB verweist im Übrigen auf die bundesweit einheitliche Rufnummer 116117 des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes. An diese Nummer können sich Patienten grundsätzlich außerhalb der üblichen Sprechzeiten wenden, wenn diese aufgrund einer akuten Erkrankung ärztliche Hilfe benötigen und nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde ihres Arztes warten können. Öffnungszeiten und Anfahrtsbeschreibungen zu allen Bereitschaftspraxen in Bayern sind auch unter www.bereitschaftsdienst-bayern.de zu finden.

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst ist zu unterscheiden von der notärztlichen Versorgung. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen ist stets der Notarzt – unter der kostenfreien Rufnummer 112 – zu verständigen.

Pressemeldung des Klinikums Traunstein und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns

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