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Berchtesgadener Polizei uniformiert und in Zivil im Einsatz

Berchtesgadener Advent: »Keine akute Gefährdung«

Berchtesgaden – Die Berchtesgadener Polizei hat auch heuer ein Auge auf den Berchtesgadener Advent. Waren im vergangenen Jahr noch Bundespolizisten mit Maschinenpistolen an den beiden Haupteingängen postiert, fallen die Maßnahmen diesmal etwas dezenter aus. Ein Sicherheitskonzept gibt es dennoch, wie Inspektionsleiter Wilhelm Handke erklärt.

Auf Rundgang über den Berchtesgadener Advent: Inspektionsleiter Wilhelm Handke (l.) und sein Kollege Michael Hallinger. (Foto: Fischer)

Nach dem Anschlag auf den Berliner Christkindlmarkt auf dem Breitscheidplatz wurden auch die bayerischen Top-Weihnachtsmärkte, wozu der Berchtesgadener Advent zählt, polizeilich bewacht. Doch heuer gibt es laut Polizeichef Handke keine akute Gefährdungslage. »Doch die allgemeine Gefahr eines islamistischen Anschlags besteht nach wie vor«, so Handke.

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Das Sicherheitskonzept habe man sich zuvor in Ruhe überlegen können. »Wir sind mit eigenen Kräften verstärkt vor Ort«, so Wilhelm Handke. »In zivil und uniformiert.« In Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Marktgemeinde habe man sich auch eine Lkw-Barriere für den Haupteingang am ehemaligen Postturm überlegt. Dort sollen weihnachtlich dekorierte Betonpflanztröge verhindern, dass Terroristen mit einem Fahrzeug in die Menschenmenge rasen können.

Zusätzlich sind die Standlbetreiber auch heuer wieder dazu angehalten, ein wachsames Auge auf das Geschehen zu haben. Der gesamte Berchtesgadener Advent ist in Abschnitte unterteilt, für die jeweils ein Standinhaber zuständig ist. »Geachtet wird vor allem auf herrenlose Gegenstände, also zum Beispiel Taschen, die längere Zeit herumstehen«, erklärt der Inspektionsleiter.

Wie Wilhelm Handke weiter erklärt, sollten die Besucher des Berchtesgadener Advents allerdings nicht nur auf potenzielle Terroristen, sondern auch auf Taschendiebe achten. Seine zwei wichtigsten Tipps: »Nur soviel Bargeld mitnehmen, wie man braucht. Und Rucksäcke sowie Taschen immer vor dem Körper tragen.« Christian Fischer