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Benefizkonzert für Krebshilfe erbrachte 1650 Euro

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Alu-Leitern als Schlagzeug: Die drei »Loatererer« boten mit ihrer ungewöhnlichen Percussion-Einlage eine amüsante Auflockerung des Benefizabends. (Foto: H. Eder)

Waging am See. 1650 Euro kamen bei dem Benefizkonzert zugunsten der Kinderkrebshilfe zusammen, das der Waginger Grundschulrektor Manfred Mundel aus Anlass seines 65. Geburtstags organisierte. Gestaltet wurde der Abend von der Musikkapelle Waging und vielen kleinen Musikgruppen mit einer Mischung aus Information und Amüsantem von Moderator Siegi Götze.


Herzogin Elisabeth in Bayern war zu Gast

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Der erste Teil der Veranstaltung gehörte der Musikkapelle Waging, in der Manfred Mundel die Klarinette spielt. Nach dem Auftakt mit dem Kiem-Pauli-Marsch empfing Siegi Götze die Besucher, darunter – »und das passiert einem Ansager auch nicht alle Tage« – ihre Königliche Hoheit, Herzogin Elisabeth in Bayern. Der Kontakt kam in Mundels früherer Schule in Tegernsee zustande – die Herzogin hatte immer wieder Schulklassen zu sich ins Schloss Wildenwart eingeladen.

Die Musikkapelle Waging unterhielt mit Märschen, Polkas und Walzern, dirigiert vom stellvertretenden Musikmeister Hans Hofmann. Angesichts dieser Klänge ermunterte Götze die Besucher: »Lasst eure Kinder ein Instrument lernen; denn Musikanten werden von der Wiege bis zur Bahre, von Januar bis Dezember gebraucht.« Allerdings bedeute die Mitgliedschaft in einer Kapelle »einen riesigen Einschnitt in die persönliche Freiheit«. Götze würdigte auch die Partner der Musikanten, die deren häufige Abwesenheit aushalten.

Eine peppige Einlage hatten drei Schüler der Realschule Traunreut, vorbereitet: Die »Loatarerer« hatten als Instrumente nur drei Alu-Leitern, die sie mit Schlagzeug-Stöcken bearbeiteten – dafür gab's riesigen Applaus. Den gab's natürlich auch, als Bürgermeister Herbert Häusl und Jubilar Manfred Mundel der Marsch geblasen wurde – sie durften nacheinander die Musikkapelle dirigieren. Häusl leitete das Stück »Gruß an Waging« aus der Feder des Waginger Ziach-Großmeisters Willi Schneider an.

Nachdem auch Manfred Mundel sein Stück dirigiert hatte, gratulierten ihm Claudia Huber und Zweiter Vorsitzender Rupert Mayer zum Geburtstag. Flott weiter ging es im zweiten Teil mit den Volksmusikgruppen. Da gab's eine »Sonnleitn«-Musi aus fünf Musikanten einschließlich des Jubilars, deren Name sich von der Wohnadresse Mundels ableitet.

Weitere Gruppen waren die Leonharder Musikanten, die Wabach-Musi und ein Quartett, das als Rupertiwinkler Vierg'sang und Rupertiwinkler Stubnmusi auftrat – mit einer Okarina, gespielt von Evi Fenninger. So entwickelte sich ein flotter Volksmusikabend, bei dem einzelne Musikanten zwischendurch als Begleitung bei der jeweils anderen »Musi« mitspielten – der Abend wurde zu einem musikalischen Hoagart, wie er schöner nicht sein kann. Das sagte auch Moderator Siegi Götze immer wieder. Besonders lobte er mehrfach die jungen Burschen der Wabach-Musi, die er als echte »Erzmusikanten« bezeichnete.

Kinderkrebshilfe betreut zurzeit 30 Familien

Mundel freute sich über alle, die mitgemacht und dabei auf Geld verzichtet haben, sodass der Erlös von 1650 Euro der Kinderkrebshilfe Traunstein/Berchtesgadener Land gespendet werden konnte. Deren Vorsitzende Rosmarie Baumgartner freute sich über den schönen Abend und die Spende und berichtete kurz von der Arbeit ihres Vereins, der Familien unterstützt, in denen Kinder oder Eltern an Krebs erkrankt sind – derzeit sind das rund 30 betroffene Familien. Der Abend sei »wunder-wunderschön« gewesen, meinte Baumgartner.

Mit dem Spruch »Wo man singt, da lass dich niemals nieder; denn die Luder singen immer wieder«, beendete Siegi Götze seine Moderation – und er sollte Recht behalten: Sogleich spielte wieder eine der Gruppen weiter, obwohl die Veranstaltung offiziell beendet war. he

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