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Benefizkonzert für das Kirchendach

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Mit bestens vorbereiteten Solostimmen ließen sich (von links) Monika Koch, Sopran, Rosa Galler, Alt, Hans Winkler, Tenor, und Carsten Schwantes, Bass, bei »Maria durch ein Dornwald ging« hören.

Inzell – Mit der Missa brevis KV 140 von Wolfgang Amadeus Mozart, sowie geistlichen Chorsätzen und Volksmusik zum Advent stimmte der katholische Kirchenchor Feldkirchen-Mitterfelden unter Leitung von Professor Peter Ullrich die Besucher in der evangelischen Christuskirche auf die Vorweihnachtszeit ein. Damit leistete der Chor gleichzeitig einen Beitrag zu den Reparaturkosten für die Dachrenovierung an der Kirche.


Außer dem Kirchenchor und seinen Solisten wirkten mit Barbara Ullrich, die passende Bibeltexte aus dem alten Testament vortrug, und Kristian Aleksic an der Orgel. Die Zuhörer spürten die Macht der Musik, von der auch Pfarrer Thomas Seitz sprach, als er Martin Luther zitierte: Musik sei die beste Gottesgabe, der beste Trost und eine Lehrmeisterin, die die Menschen sanftmütiger und vernünftiger macht.

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Annelie Gromoll, Vorsitzende des evangelischen Gemeindevereins, würdigte Chorleiter Ullrich und Initiatorin Brigitte Janoschka für das »wunderbare Konzerterlebnis«. Wie ein Motto erklang zu Beginn »Wachet auf, ruft uns die Stimme« von Bach, stimmgewaltig vorgetragen vom 35-köpfigen Chor. Die Männerschola intonierte den Choral aus dieser Kantate »Zion hört die Wächter singen« mit präludienhafter Orgelbegleitung, bevor alle in den Choral »Gloria sei dir gesungen« einstimmten.

Weiter ging es mit der Erwartung des Herrn in »Nun komm der Heiden Heiland« von Johann Crüger über »Der Morgenstern ist aufgedrungen« von Praetorius bis zu »Macht hoch die Tür« von Silcher. Es folgten Marien-Lieder von Chor, den Solisten Monika Koch, Rosa Galler, Hans Winkler und Carsten Schwantes sowie dem Frauen-Dreigesang mit Regina Winkler, Angela Ufertinger und Rosa Galler.

In den Spirituals »Somebody's knocking at your Door« und »Good News« bewies der Chor Gefühl für Rhythmus, Sicherheit in der Intonation auch bei schwierigen Intervallen und Differenzierung in der Dynamik. Den Abschluss bildete das »Vaterunser im Himmi« aus einer Messe in Mundart von Anton Schmid mit doppelchörigem Jodler, der als Zugabe wiederholt wurde.

Die Botschaft der Chorsänger kam an, und so durfte sich jeder Besucher, der sich von der Hektik des Alltags befreien konnte, durch die musikalische Vorfreude auf den Herrn beschenkt fühlen. Der Bitte um eine Spende zur Deckung der Reparaturkosten für die Dachrenovierung der Kirche folgten alle Zuhörer großzügig, sodass 650 Euro zusammenkamen. fb

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