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Benefiz-Kirchweih für Weibhausener Familie

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Wonneberg – Fröhliches Fest mit ernstem Hintergrund: Am Sonntag, 18. Oktober feiert die Wonneberger Dorfgemeinschaft ab 10 Uhr beim Gasthaus Alpenblick in Weibhausen eine Benefiz-Kirchweih. Der Erlös der Veranstaltung ist für die an ALS erkrankte Sandra Hirschhalmer und ihre Familie bestimmt.


Mit einem zünftigen Frühschoppen geht es am Kirchweihsonntag in Weibhausen los. Nach dem Mittagessen warten Kaffee und selbst gebackene Kuchen und Torten auf die hoffentlich zahlreichen Besucher der Benefizveranstaltung. Für die jüngsten Gäste ist ein abwechslungsreiches Kinderprogramm mit Zauberer, Tischtheater und Märchenerzähler geboten. Bei schönem Wetter kann außerdem der Spielplatz des Gasthauses Alpenblick zum ausgelassenen Spielen und Toben genutzt werden.

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Die Erwachsenen erwarten neben schneidiger Musi einheimischer Musikanten zudem Auftritte der St. Leonharder Goaßlschnalzer. Außerdem sind ein Oldtimertreffen, das Haberndreschen, eine Tombola mit wertvollen Preisen sowie eine Versteigerung geplant. Wer am meisten bietet, kann sich unter anderem einen Rundflug mit einem Segelflieger sichern. Geleitet wird die Versteigerung von Manfred Kroiß. Außerdem warten ein Originalautogramm von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, Kosmetik-, Essens- und Fotoshooting-Gutscheine sowie zahlreiche formschöne und handgefertigte Artikel auf neue Besitzer. Der Obst- und Gartenbauverein Wonneberg verkauft für den guten Zweck selbst gebastelte Türkränze und gegen eine freiwillige Spende kann man im Oldtimer von Alfons Mader eine Spritztour machen.

»Die Dorfgemeinschaft in der Gemeinde Wonneberg hält zusammen«, freute sich Bürgermeister Martin Fenninger bei einem Treffen der Organisatoren. Ortsvereine oder Bürger, die sich ebenfalls mit ihren Ideen einbringen wollen, damit die Benefiz-Kirchweih ein voller Erfolg wird, können sich bei Rosa Janka, unter Telefon 08681/47 17 47, oder bei Simone Wurm (08681/47 92 47) melden. Auch Sachspenden für die Tombola werden unter diesen beiden Rufnummern gerne entgegengenommen.

Seit drei Jahren leidet Sandra Hirschhalmer aus Weibhausen an der heimtückischen Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Dabei handelt es sich um eine nicht heilbare Erkrankung des motorischen Nervensystems. Die Nervenzellen, die für Muskelbewegungen verantwortlich sind, werden im Verlauf der Krankheit so stark geschädigt, dass es zu Lähmungen der Muskulatur kommt. Seit rund einem Jahr kann die Mutter von zwei Kindern nicht mehr sprechen; eine Verständigung ist nurmehr über einen speziellen Sprachcomputer möglich, den Sandra mittels Augenbewegung steuert. Auch essen kann die 40-Jährige nicht mehr; sie wird über eine Magensonde ernährt.

Inzwischen hat die Krankheit ein Stadium erreicht, in dem Sandra Hirschhalmer eine Betreuung rund um die Uhr benötigt. Die Pflegekraft, die im Haus wohnt, muss von der Familie großteils aus Eigenmitteln finanziert werden. Sandra selbst wünscht sich sehnlichst einen Rollstuhl, der mit den Augen bedient wird, damit sie wenigstens in ihren eigenen vier Wänden eine gewisse Mobilität erfahren kann. Doch diese Spezialanfertigung kostet knapp 30 000 Euro, wovon die Hirschhalmers ebenfalls einen beträchtlichen Teil selbst zu tragen haben.

Medial präsentester ALS-Patient ist wohl der us-amerikanische Physiker Stephen Hawking, der seit 1963 an dieser Krankheit leidet. mia