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Bekommt Traunreut einen Klimaschutzmanager?

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Traunreut – Die Stadtwerke Traunreut würden es begrüßen, im Zuge der Umsetzung des 2013 beschlossenen Klimaschutzprojekts einen sogenannten Klimaschutzmanager einzustellen. Die Stelle würde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMBU) mit 65 Prozent gefördert werden. Der Förderzeitraum würde zunächst drei Jahre betragen mit der Option einer Verlängerung um zwei Jahre. Der Werkausschuss des Traunreuter Stadtrats wird in seiner Sitzung am kommenden Montag um 16 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses darüber beraten.


»Eine gute Sache«, findet der kaufmännische Leiter der Stadtwerke, Wilhelm Helmdach. Wie Helmdach dem Traunsteiner Tagblatt sagte, könnte ein Klimaschutzmanager nicht nur die Vorgaben des Klimaschutzkonzeptes vorantreiben, sondern auch energieeffiziente Maßnahmen für die städtischen Gebäude übernehmen, um ein kontinuierliches Klimaschutz-Controllingsystem aufzubauen. Vorstellbar wäre, die Stelle beispielsweise mit einem Umwelttechnik-Studenten zu besetzen. Die Stadtwerke schlagen dem Werkausschuss vor, zunächst einen Förderantrag auf Bundesmittel für einen Klimaschutzmanager einzureichen. Unter der Voraussetzung einer Förderung durch das BMBU sollte dann eine Vollzeitstelle für drei Jahre geschaffen werden. Sollte sich diese Vollzeitstelle bewähren, könnte der Förderantrag mit einer 40-prozentigen Förderung auf zwei Jahre verlängert werden. Nach Angaben der Stadtwerke habe der Werkausschuss in dieser Angelegenheit im Juli bereits einer entsprechenden Erweiterung im Stellenplan zugestimmt.

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In der Sitzung am Montag werden auch die Auftragsvergaben für die Fernwärmenetzerweiterung in der Paul-Keller-Straße, Traunwalchner- und Münchner Straße offiziell öffentlich gemacht. Wie berichtet, wurde Bürgermeister Klaus Ritter wegen der Eilbedürftigkeit ermächtigt, die Aufträge zu vergeben. Fünf Firmen haben Angebote eingereicht. Den Auftrag für die Bauleistungen mit einem Angebot von knapp 193 000 Euro erhielt die Firma Oppacher & Sohn in Tengling. Den Auftrag für die Fernwärmeübergangsstationen, die auch die Traunsteiner- und Westendstraße sowie den »Föhrenweg« mit einschließen, erhielt eine Firma aus Oberösterreich. Der Nettopreis liegt bei 99 800 Euro. Beschlossen werden muss noch ein Anschlussauftrag zur Erneuerung einer 55 Meter langen Fernwärmeleitung in der Salzburger Straße zwischen der Münchner- und Pallinger Straße. Nach Angaben der Stadtwerke verläuft in diesem Bereich ein Teilstück der Hauptversorgungsleitung, das zwischenzeitlich als Verbindung zur Geothermie dient. Im regulären Betrieb, nach Druckmessungen und einer hydraulischen Berechnung habe sich jedoch herausgestellt, dass diese Leitung beim Wärmetransport wie ein Nadelöhr wirke. Durch den Druckverlust könne die geothermale Wärme nicht im benötigten Umfang ins Versorgungsgebiet Nordost geleitet werden und im Notfall könne die energieerzeugte Wärme aus dem Heizwerk Nordost nur zum Teil ins Stadtgebiet eingespeist werden. Durch eine Änderung der Leitungsdimensionen bestehe die Möglichkeit, den Engpass zu beseitigen. Von den insgesamt 110 Trassen-Metern soll die Hälfte noch dieses Jahr erneuert werden. Das Angebot der Firma Josef Maier aus Rottalmünster liegt bei 41 100 Euro ohne Umsatzsteuer. Die Bauarbeiten sollen bis Mitte Oktober abgeschlossen sein. ga