weather-image

Beim Oldtimertreffen in Mehring passte einfach alles

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Auf großes Interesse stieß das Oldtimertreffen in Mehring. (Fotos: W. Huber)
Bildtext einblenden
Nicht nur alte Autos konnten in Mehring bewundert werden, sondern auch alte Leichtkrafträder und Motorräder.

Teisendorf – Beim Oldtimertreffen in Mehring, das heuer zum 31. Mal stattfand, passte einfach alles: Gut 800 alte Fahrzeuge waren bei diesem Treffen zu bewundern – und die vielen Zuschauer wollten sich diese bei bestem Wetter nicht entgehen lassen.


Das Oldtimertreffen in Mehring hat seinen besonderen Reiz. Einmal im Jahr, jeweils am letzten Sonntag im August, treffen sich hier die Oldtimerfreunde aus nah und fern mit ihren Schmuckstücken. Auch aus dem Salzburger Land, aus Oberösterreich, ja auch aus ganz Deutschland kommen die Besitzer alter Schmuckkarossen und ihre Fans hierher. Es ist ihnen kein Weg zu weit und keine Strapaze zu groß.

Anzeige

Hermann Prechtl, selbst ein gebürtiger Mehringer, ist mit seiner Familie und den Vereinsmitgliedern, den Oldtimerfreunden Mehring, seit über 30 Jahren der Motor dieser Veranstaltung. Er selbst ist stolzer Besitzer einer NSU Lux, Baujahr 1954. Sie war sicher ausschlaggebend, sich mit anderen Oldtimerfreunden zu treffen und so entstand nach und nach der Verein und diese Veranstaltung. Sie haben auch heuer wieder keine Mühen gescheut, damit auch beim 31. Oldtimertreffen in Mehring alles passt. Inzwischen hat sein Sohn Hermann die Organisation übernommen, es geht aber genauso weiter, wie bisher.

Bei den Autos waren heuer besonders viele aus den Jahren 1929/30 zu sehen, wie ein Ford Sportcoupé aus dem Jahr 1931 mit 40 PS, ein Ford Roadster de Luxe von 1930. Auch ein Opel Laubfrosch und eine BMW Dixi, beide aus dem Jahr 1929, standen einträchtig nebeneinander. Ganz in der Nähe stand dann ein superschöner roter VW aus dem Jahr 1978 mit 50 PS. Fast schon ein Exot unter den vielen richtigen Oldtimern.

Leichtmotorrad mit 3,5 PS

Neben den vielen Autos waren heuer besonders viele Motorräder aller gängigen Motorradmarken vertreten, die ältesten davon wurden noch vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut und waren meist Militärmaschinen. Ältestes Fahrzeug war hier ein Leichtmotorrad aus dem Jahr 1922 mit 3,5 PS, eine Jean Louvet. Zwischen all den alten Raritäten stand dann eine blitzblanke, neue Harley Davidson und blendete die Besucher.

Nicht vergessen werden dürfen die alten Feuerwehrfahrzeuge, die auch heute noch meist in der Freizeit einiger Feuerwehrler liebevoll gepflegt werden und so noch voll funktionstüchtig sind, wie der alte Borgward der Grabenstätter Feuerwehr oder der der Roßdorfer Feuerwehr. Auch eine große Feuerwehrdrehleiter aus Bad Tölz war gekommen.

Bei so vielen alten Schönheiten einige besondere Fahrzeuge herauszuheben ist schwer, denn an allen hängt das Herz der jeweiligen Besitzer, sie sind für sie die schönsten Autos überhaupt. Insgesamt kann gesagt werden, dass heuer viele Autos zu sehen waren, die noch weit vor dem Krieg gebaut wurden und nun aufs Schönste herausgeputzt in der Sonne glänzten. Da standen kleinere Gebrauchtwägen neben den großen Schmuckkarossen, dazwischen waren dann wieder Fahrzeuge jüngerer Modelle zu sehen.

Stark gefragt war auch der Teilemarkt, an dem die Bastler die schon lange gesuchten Kleinteile erwerben konnten. Für so manchen Freund alter Autos oder Motorräder ist diese Veranstaltung auch eine gute Gelegenheit, selbst so manches Ersatzteil zu erstehen, das im Handel kaum noch zu finden ist. Aber hier findet man immer wen, der einem weiterhelfen kann.

Die Kapelle »Ois dabei« aus St. Leonhard sorgte für ausgezeichnete Stimmung. Am späteren Nachmittag erfolgte dann die Ziehung bei der von der DLRG Teisendorf durchgeführten großen Tombola, für die die  Oldtimerfreunde den ersten Preis, 150 Euro in bar, gestiftet haben. Diesen gewann Christa Nowak, Feriengast aus Altenburg. wh

Mehr aus der Stadt Traunstein
Einstellungen