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»Beim Essen spürt man Weihnachten am besten«

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»Wie die heißen? Bei uns daheim sind das einfach ,De Guadn´«, sagt Bettina Mittendorfer mit einem Lachen.

Surberg. »Beim Essen spürt man Weihnachten am besten«, findet Bettina Mittendorfer. Darum liebt es die Schauspielerin, in der Adventszeit in ihrer Küche zu stehen und Plätzchen zu backen. »Dafür nehme ich mir bei all dem Stress ganz bewusst die Zeit.« Ihre »Lieblingsleckerl« – wie die gebürtige Niederbayerin sagt – backt sie nicht nur jedes Jahr immer als erstes, sondern in der Regel auch mehrmals. Den Lesern des Traunsteiner Tagblatts verrät sie das Rezept – den Namen der Platzerl weiß sie gar nicht. »Ich glaube, sie heißen Mandelherzen«, gesteht die 43-Jährige. »Bei uns daheim sind das einfach ,De Guadn´«, sagt sie lachend.


»Die waren immer gleich als erstes weg«

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»Das Rezept ist von meiner Mama«, erzählt Bettina Mittendorfer. Die Plätzchen ließ sie sich schon als Dreikäsehoch schmecken. »Die waren immer gleich als erstes weg«, denkt die Schauspielerin an ihre Kindheit zurück. Heute hat sich daran wenig geändert. Darum steht sie eigentlich immer mehrmals in der Küche, um »De Guadn« zu backen. »Ich hab´ die zum Beispiel auch zur Taufe meines Buben gemacht«, erzählt die Surbergerin, »und gerne verschenke ich die auch«. Darüber hinaus backt Bettina Mittendorfer »alle möglichen« Platzerl – von Kokosmakronen über Adventswürfel zu Spritzgebäck. »Ich mag einfache Sorten.«

Jetzt im Advent steht die Schauspielerin wieder mit ihrem Solotheater »Heilige Nacht« auf der Bühne – heuer bereits das zehnte Jahr in Folge. Mit ihrer Interpretation der bekannten Weihnachtslegende von Ludwig Thoma tritt sie heuer sogar in der Bayerischen Vertretung in Brüssel auf. Aktuell noch mit dem Programm zu sehen ist sie am Sonntag, 8. Dezember, um 11 Uhr in der Gotzinger Trommel in Gotzing bei Weyarn sowie um 18 Uhr beim Ochsenwirt in Oberaudorf, außerdem am Sonntag, 15. Dezember, um 18 Uhr im Prambsstadl in Polling bei Mühldorf.

Den Heiligen Abend verbringt die zweifache Mutter ganz traditionell. Da gehört für sie auch ein Gottesdienstbesuch dazu. »Letztes Jahr war ich mit meinen Kindern am Nachmittag in Maria Eck. Obwohl die Andacht kurz war, war es so richtig schön weihnachtlich«, erzählt Bettina Mittendorfer. Am Abend, vor der Bescherung, käme dann nur »was Schnelles – Würstl oder Fisch –« auf den Tisch. »Aber am Ersten Weihnachtsfeiertag gibt´s dann was ganz ,Guads´.« Wenn sie das sagt, dann sieht man sie förmlich sitzen, die Mittendorfers, wie sie nach dem »guadn« Hauptgericht auch noch von »De guadn« Platzerl naschen.

Das Rezept: »De Guadn«

Zutaten: 200 g Mehl 75 g Zucker 1 Vanillezucker 1 Prise Zimt 75 g gemahlene Mandeln 150 g Margarine

Zubereitung: Das Mehl häufen. Die übrigen Zutaten in eine Mulde im Mehlhaufen geben und alles gut verkneten. Den fertigen Teig eine Stunde lang im Kühlschrank ruhen lassen. Danach den Teig wieder herausholen und etwa eine Viertelstunde warten, bis er in etwa wieder Zimmertemperatur hat. Den Teig ausrollen, bis er etwa 2,5 Millimeter dick ist. Dann aus dem Teig mit einer Form Herzen ausstechen. Die ausgestochenen Teigherzen bei 180 Grad zehn Minuten lang in den Backofen geben. Wenn die Teigherzen abgekühlt sind, auf der Innenseite mit Johannisbeergelee bestreichen und jeweils zwei zusammenkleben. Abschließend eine Hälfte der Plätzchen in flüssige Schokolade tauchen.

Noch zwei Tipps von Bettina Mittendorfer: Da sich der Teig nicht ganz so leicht ausrollen lässt und bröseln kann, macht es Sinn, den Teig nicht zu dünn auszurollen – gerade etwa 2,5 Millimeter. Und damit die Schokoglasur keine Macken bekommt, ist es ratsam, die Teigherzen nach dem Schokobad auf ein Gitter mit Backpapier zu legen. san