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Beifuß-Ambrosie: Plage für Allergiker

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Die Blätter der Beifuß-Ambrosie sind doppelt gefiedert und beidseitig grün. Die Pollen der Pflanze zählen zu den stärksten Allergie-Auslösern. Unsere Gartentipps sind auch auf unserer Internetseite unter www.traunsteiner-tagblatt.de/gartenleben abrufbar. (Foto: Unterhauser)
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Um die Beifuß-Ambrosie oder auch traubenblättriger Beifuß genannt sollten vor allem Allergiker einen großen Bogen machen. Die Pollen der Ambrosie zählen nämlich zu den stärksten Allergie-Auslösern. Sie sind viel aggressiver als alle Gräserpollen zusammen und können zu schweren heuschnupfenartigen Symptomen oder gar zu Asthma führen. »Schon kleinste Pollenmengen reichen für eine Reaktion aus«, betont Georg Unterhauser, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Traunstein.


Das ursprünglich in Nordamerika beheimatete Kraut, das zur Familie der Korbblütler gehört, wurde mittlerweile auch schon im Landkreis Traunstein festgestellt. Die Hauptblütezeit liegt zwischen August und Oktober. Die Beifuß-Ambrosie ist eine licht- und wärmeliebende Pflanze, die häufig mit dem Gemeinen Beifuß, der oft am Wegesrand zu finden ist, verwechselt wird. Ein Unterscheidungsmerkmal ist die Blattunterseite. Beim Gemeinen Beifuß ist diese weiß und filzig behaart, bei der Beifuß-Ambrosie sind beide Seiten einheitlich grün.

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»Die Beifuß-Ambrosie wächst vor allem unter Vogelhäusern«, informiert Unterhauser. Denn die Samen der Beifuß-Ambrosie sind oft im Sonnenblumen-Vogelfutter drin. Um sicherzugehen, dass das Futter nicht mit dem Samen verunreinigt ist, sollte man es daher sieben. Die Abfälle sollten dann über die Restmülltone entsorgt werden.

Die Vogelfutterplätze sollten im Frühjahr und Sommer kontrolliert werden. »Wenn Ambrosia-Pflanzen im Garten vorhanden sind, so sollten diese vor der Blüte unverzüglich ausgerissen werden«, empfiehlt Unterhauser. »Dabei sollte man Handschuhe und bei Pollenbehang auch eine Feinstaubmaske benützen«, fügt er hinzu.

Unterhauser weist besonders darauf hin, dass »die Pflanze mitsamt der Wurzel auszugraben und in einem Beutel sicher verstaut in der Mülltonne zu entsorgen ist«. Die Pflanzen sollten keinesfalls auf dem Kompost oder in einer Grüngutsammelstelle entsorgt werden, »da sonst eine weitere Verschleppung von Samen möglich ist«, betont Unterhauser. Größere Ambrosia-Bestände am Straßenrand, an Böschungen oder bei Kiesgruben sollen Bürger bei Georg Unterhauser unter der Telefonnummer 0861/58-385 melden. SB