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Beifallsstürme und Bravo-Rufe in der Überseer Turnhalle

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Musikvereinsvorstand Matthias Strohmayer (rechts) und sein Vize Christian Kroner (von links) ehrten Verena Peintinger, Michael Wagner, Matthias Strohmayer, Veronika Irger und Martin Falkinger für langjährige, aktive Mitgliedschaft bei der Blaskapelle. (Foto: vom Dorp)

Übersee. Beifallsstürme und immer wieder Bravo-Rufe der rund 350 Besucher in der nahezu vollbesetzten Turnhalle der Überseer Schule sind der verdiente Lohn für die Überseer Blasmusikanten während ihres hochklassigen, traditionellen Frühjahrskonzerts gewesen.


»Sie werden immer besser«, lobte ein Stammbesucher der Frühjahrskonzerte die Blasmusiker. In der Tat war das nahezu dreistündige Konzert zwischen Richard Wagner, Polka und Dixie ein ganz besonderes, musikalisches Schmankerl.

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»Unser Dirigent Thomas Lindlacher hatte diesmal die Latte auch ziemlich hoch gehängt und uns bei keiner Probe geschont«, gestand Musikvereinsvorstand Thomas Strohmayer nach dem lang anhaltenden Schlussapplaus. Sein Lob galt abschließend der Jugendblaskapelle unter Constantin Zill, »die ebenfalls enorm viel geleistet hat«. »Eine tolle Moderation« bescheinigte Strohmayer Alan Wissenberg, der erstmals durch das Programm führte. Mit einer Prise Humor informierte er die Zuhörer über Wissenswertes zu den einzelnen Musikstücken.

Den Auftakt des musikalischen Feuerwerks machte die rund 20-köpfige Jugendblaskapelle, die sich noch eine Handvoll Musiker aus der großen Kapelle ausgeliehen hatte. Mit den frischen Lorbeeren ihres ersten Platzes bei einem Wertungsspiel des Musikbunds von Ober- und Niederbayern gekrönt, ging ihre musikalische Reise von »Best of Brahms« von Johannes Brahms über die Filmmusik von »Forrest Gump« und einem Konzertmarsch von Ernst Hoffmann bis zur »Bohemian Rhapsody« von Queen und dem Webber-Musical »Phantom der Oper«.

Schwungvoll eröffnete dann das große Ensemble der Blaskapelle unter der Leitung von Thomas Lindlacher mit einem Marsch über Motive aus Richard Wagners »Ring der Nibelungen« aus dem Jahre 1876 und der lebensfrohen Polka »Beim Dorffest« des zeitgenössischen Komponisten Kornel Hetterich seinen Konzertteil. Erste Bravo-Rufe für die konzentriert aufspielenden Musikanten gab es anschließend bei der Ouvertüre zur komischen Oper »Banditenstreiche« von Franz von Suppé. Noch eine Steigerung präsentierte die Blaskapelle bei ganz neuen Dixie-Tönen im Stück »Caucho« von Dick Ravenal, bei dem Constantin Zill mit einem tollen Posaunensolo glänzte, sowie beim Latin-Beat »Dancing Girl« von Joe Grain.

Gewaltiger Klangkörper kam voll zur Geltung

Geschichtsträchtig ging es dann nach der Pause weiter mit dem »Liberty Bell March« von John Philip Sousa aus dem Jahr 1893. Schon viermal war dieser Marsch zur Amtseinführung amerikanischer Präsidenten gespielt worden. Voll zur Geltung kam der gewaltige Klangkörper der über 40 Musikanten bei der mit großem Applaus bedachten Ouvertüre zur Oper »Der Kalif von Bagdad« von François-Adrien Boieldieu.

Das Schlussfeuerwerk zündete die Kapelle mit so unterschiedlichen Stücken wie dem Amphitryon-Walzer von Franz Doelle, dem »Maple Leaf Rag« von Ragtime-Begründer Scott Joplin und der Laubener Schnellpolka von Kurt Gäble. Bei der zweimaligen Zugabe zogen die Musikanten mit einem Boogie und dem Stück »Kameraden auf See« samt Gesangseinlage von etwa der Hälfte ihrer Besetzung noch einmal alle Register.

»Diese Veranstaltung ist ein passender Rahmen für die Ehrung von langjährigen Aktiven in unseren Reihen«, sagte Musikvereinsvorstand Strohmayer. Zusammen mit seinem Vize Christian Kroner würdigte er Veronika Irger (Querflöte) und Matthias Strohmayer (Tenorhorn) für 20 Jahre, Martin Falkinger (Trompete) für 25 Jahre, Michael Wagner (Tuba) für 30 Jahre und Verena Peintinger (Klarinette) für 35 Jahre. bvd