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Beide Projekte werden berücksichtigt

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Eine Lösung des Verkehrsknotenpunkts Sankt Georgen soll nach dem Willen des Traunreuter Stadtrats in der Teilfortschreibung des Regionalplanes ebenso berücksichtigt werden wie die Ortsumfahrung von Traunreut mit Anbindung der dortigen Industriebetriebe. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Stadt Traunreut möchte, dass bei der Teilfortschreibung »Verkehr« des Regionalplans der Region Südostoberbayern zwei wesentliche Projekte aufgenommen werden: die Ostumfahrung von Traunreut mit Anbindung der dortigen Industriebetriebe und eine Lösung für den Verkehrsknotenpunkt an der Bundesstraße 304 in Sankt Georgen. Einen einstimmigen Beschluss im Rahmen des Anhörungsverfahrens fasste der Stadtrat in seiner Sitzung. Das Anhörungsverfahren des Regionalen Planungsverbands endet am heutigen Freitag.


Verkehrsreferent Roger Gorzel (Bürgerliste) mahnte zu den einzelnen Punkten des Regionalplans aus Sicht der Stadt Traunreut eine Reihe von Kritikpunkten an. Diese wurden – soweit sie in die Zuständigkeit des Regionalen Planungsverbands Südostoberbayern fallen – auch in die Stellungnahme der Stadt mit aufgenommen.

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Anstatt einer Verknüpfung mit dem überregionalen und internationalen Bahnschienennetz spricht er sich auf der Achse Traunstein – Trostberg für einen erdgasbetriebenen Busverkehr aus. Die sündhaft teuren und aufwendigen Bahnübergangslösungen würden die überregionalen Verkehrsanbindungen insbesondere im Bereich Traunreut - Sankt Georgen behindern, kritisiert Gorzel. Seine Schlussforderung lautet: »Bahn weg und Verkehr auf die Straße auf dieser Achse.«

Die Aufforderung des Planungsverbands, außerorts möglichst begleitende Radwege vorzusehen, bedeutet für ihn, dass die Straße zwischen Haßmoning und Truchtlaching, die in den nächsten Jahren ausgebaut werden soll, einen begleitenden Radweg bekommen müsse. Er forderte, die Anregungen des Planungsverbands ernst zu nehmen, ein Radwegekonzept für die Stadt Traunreut und sein Umfeld umzusetzen. Wie berichtet, ist der Agenda-21-Arbeitskreis Verkehr gerade dabei, ein Radwegkonzept zu erarbeiten. Das Konzept soll in der Stadtratssitzung am 16. Februar 2017 vorgestellt werden.

Besonders auf den Nägeln brennen dem Verkehrsreferenten der Knotenpunkt Sankt Georgen und die Ostspange, die, wie oben angeführt, als wesentliche Projekte mit in die Teilfortschreibung aufgenommen werden sollen. Nach Angaben der Stadtverwaltung werde das Staatliche Bauamt Traunstein in der gleichen Sitzung am 16. Februar 2017 über den Verfahrensstand zum Verkehrsknoten Sankt Georgen berichten. Laut einer aktuellen Mitteilung des Staatlichen Bauamts ist geplant, an dem Knotenpunkt Sankt Georgen bereits im Frühjahr eine sogenannte Teil-Beampelung auf der B 304 zu installieren, um den Verkehrsteilnehmern aus Richtung Traunreut sowie aus der Irsinger Straße ein sichereres Einfahren auf die Bundesstraße zu ermöglichen.

In der Abschlusssitzung wurden auch einige Entscheidungen bekannt gegeben, die der Stadtrat nichtöffentlich beschlossen hat. So soll im Stellenplan zum Haushalt 2017 eine zusätzliche Stelle für einen Citymanager eingeplant werden. Außerdem wurde der Kaufmännische Leiter der Stadtwerke, Willi Helmdach, zum Werkleiter der Stadtwerke bestellt.

Nach der Empfehlung des Bauausschusses endgültig und ohne Diskussion abgesegnet wurde, für den Bau einer Ausstellungshalle der in Hörpolding ansässigen Firma Holzfachhandel Plössl eine sogenannte Klarstellungs- und Einbeziehungssatzung zu erlassen. Ebenfalls mitgetragen wurde die Änderung des Bebauungsplans zugunsten einer unbefristeten Nutzung einer Containeranlage im Gewerbegebiet Biebing.

Keine Anregungen wurden zur Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Altenmarkt vorgebracht. Die Stadt Traunreut wurde im Zuge des Verfahrens zur Ausweisung von Wohnbauflächen im Ortsteil Thalham um eine Stellungnahme gebeten. ga