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Bei Landwirten und Pferdebesitzern nicht gern gesehen

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Beide sind giftig: Jakobskreuzkraut (links) und Wasserkreuzkraut. Bekämpfen lässt es sich nur, indem man es samt der Wurzel ausreißt und entsorgt.

Sattgelb blüht jetzt das Jakobskreuzkraut. Die einheimische Pflanze, botanisch Senecio jacobaea, wächst besonders gerne auf trockenen Standorten in voller Sonne. Bei Landwirten und Pferdebesitzern ist sie nicht gerne gesehen, wegen der enthaltenen Giftstoffe (Pyrrolizidin-Alkaloide), die leberschädigend wirken. »Solange die Pflanze auf der Weide steht, wird sie gemieden«, so Kreisfachberater Markus Breier. »Im Heu oder der Silage wird sie von den Tieren aber nicht mehr erkannt.« Deshalb rät Breier zur Kontrolle der eigenen Wiesen und Feldränder.


Zu erkennen ist das Jakobskreuzkraut, das auch Jakobs-Greiskraut genannt wird, jetzt sehr gut. Die Blüten haben die Form kleiner Margeriten – innen kurze und außen lange Blütenblätter –, sind aber komplett gelb. Sie stehen zu mehreren gemeinsam in größeren Blütenständen. Die Blätter blühender Pflanzen sind stark gefiedert. Am besten sei das Kreuzkraut zu bekämpfen, indem man es samt der Wurzel ausreißt, empfiehlt Breier. Um Hautkontakt zu vermeiden, sollten Handschuhe getragen werden. Größere Bestände können gemäht werden. Das Mähgut muss dann aber entfernt werden, damit die Samen nicht nachreifen.

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Im Restmüll oder auf Wertstoffhof entsorgen

Kleinere Mengen können in der Restmülltonne, mittelgroße Mengen in verschlossenen Säcken bei allen kommunalen Wertstoffhöfen im Landkreis Traunstein entsorgt werden, informiert Breier. Große Mengen Kreuzkräuter sollen bei der ZAS-Müllumladestation in Weiderting in Säcken verpackt angeliefert werden. Eine Anmeldung bei der Abfallwirtschaft am Landratsamt Traunstein ist für Großmengen unter 0861/58 156 oder -287 notwendig. In den großen Kompostieranlagen entsteht so viel Hitze, dass auch mögliches Saatgut abgetötet wird. Die Gemeinden Fridolfing, Tacherting und Kirchanschöring (mit Wertstoffhöfen in Eigenregie) wurden gebeten, genauso zu verfahren.

Auch entlang von Straßen tritt das Jakobskreuzkraut stellenweise auf. Die Bereiche sind den zuständigen Straßenverwaltungen bekannt und werden gezielt gemäht. »Wenn das Kreuzkraut an neuen Standorten auftaucht, sollte dies der zuständigen Straßenverwaltung mitgeteilt werden«, bittet Breier. Für Fragen steht Kreisfachberater Markus Breier unter der Telefonnummer 0861/58 385 zur Verfügung. Das trockenheitsliebende Jakobskreuzkraut sollte nicht mit dem im südlichen Landkreis stellenweise häufigen und ebenso giftigen Wasserkreuzkraut (botanisch Senecio aquaticus) verwechselt werden. Letzteres liebt feuchte Wiesen und lässt sich auch durch häufiges Mähen oder Ausreißen nur schwer bekämpfen. Auch das Wasserkreuzkraut hat stark gefiederte Stängelblätter und gelbe Blüten.

Das Ökomodell Achental informiert in vier Infoveranstaltungen über die verschiedenen Kreuzkräuter (Wasserkreuzkraut, Alpenkreuzkraut, Jakobskreuzkraut): Montag, 18. Juni, im Gasthof Grabenstätter Hof in Grabenstätt; Dienstag, 26. Juni, im Landgasthof zur Post in Schleching; Mittwoch, 4. Juli, im Gasthof zum Ott in Egerndach und am Donnerstag, 12. Juli, im Weßner Hof in Marquartstein. Die Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr und sind inhaltlich gleich aufbereitet. Infos gibt es beim Ökomodell Achental unter Telefon 08649/986655. fb