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Bei ihrer Jubiläumsfeier hatten die Feldwieser Trachtler Wetterglück

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Himmlischen Beistand hatten die Feldwieser Trachtler in Übersee gestern bei ihrem Festzug und Gottesdienst am Chiemseeufer anlässlich ihres 110. Gründungsfests. Genau in dem Moment, als sich der Festzug vom Wirtshaus D' Feldwies in Richtung See in Bewegung setzte, schloss Petrus entgegen aller Vorhersagen seine Schleusen. Entsprechend fröhlich war die Stimmung bei der Feldwieser Trachtenfamilie, den vielen Abordnungen der Überseer Vereine sowie den Trachtlern des Patenvereins Siegsdorf, des Überseer Brudervereins sowie aus Rottau, Grabenstätt und Grassau und den vielen Zuschauern am geschmückten Straßenrand. Sie alle boten ein farbenprächtiges Bild mit den Fahnenabordnungen, Reitern, Musikanten und den Pferden der Kutsche und des Leutwagens. Der stimmungsvolle Festgottesdienst rund um den wunderschön hergerichteten Altar direkt am Seeufer wurde musikalisch umrahmt von den Alphornbläsern, der Überseer Blaskapelle und den Schlechinger Sängern. In seiner Predigt mahnte Pfarrer Peter Bergmaier Offenheit gegenüber den Gegebenheiten der Zeit an. Fremde und Außenstehende hätten es immer noch schwer, in bestehende Gemeinschaften aufgenommen zu werden, sagte er etwa in Anspielung auf die aktuelle Diskriminierung des Fußballers Jerome Boateng. Auch und gerade die Trachtenvereine könnten hier Abhilfe schaffen. »Auch ein alter Brauch war zu seiner Zeit einmal neu«, so der Pfarrer. Dank, Anerkennung, Wertschätzung und Respekt für die Trachtenjubilare spiegelten die Grußworte von Landtagsabgeordneten Klaus Steiner und Vize-Gauvorstand Georg Westner wider. Höhepunkt des Gottesdiensts war die Weihe der restaurierten Vereinsfahne, die die Vorsitzende Marianne Jauernig als Symbol des Zusammenhalts bezeichnete. Mit der gemeinsam gesungenen Bayernhymne setzte die Festgemeinde abschließend ein Zeichen von Tradition und Heimatliebe, ehe es zum »griabigen Feiern« zurück ins Wirtshaus ging. (Über den Festabend zum Jubiläum berichten wir noch.) (Fotos: vom Dorp)


 
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