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Bei Grundstückssachen aktiver sein

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Waging am See. Als musikalische Veranstaltung hatte der CSU-Ortsverband Waging seine letzte Wahlversammlung angekündigt, die im Hotel Wölkhammer stattfand. Das Trio der »Maikäfer-Musi« sorgte für die akustische Auflockerung des Abends – für humoristische Auflockerung sorgten zwischendurch zwei Anmerkungen zum Thema »Alter«.


So erntete der 21-jährige Kandidat Moritz Seehuber großen Lacherfolg, als er bei seiner Vorstellung feststellte, dass er den Altersdurchschnitt der Kandidatenschar etwas senke. Und CSU-Vorsitzender Karl Heinz Neumann hatte die Lacher auf seiner Seite, als er den 29-jährigen Landratskandidaten Sigi Walch deutlich älter machte: »Optisch schaut der schon wie 39 aus.« Und Rudi Huber, der bei der vorangegangenen Kandidatenvorstellung nicht da gewesen war, hatte zu dem damals offenbar Geäußerten eine Korrektur anzubringen: »Ich hab nicht 43 Kinder, sondern bin 43 Jahre alt.«

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Allerdings ging der Abend natürlich nicht ganz ohne ernsthafte politische Themen ab. Bürgermeisterkandidat Christian Reiter forderte, die Gemeinde müsste in Sachen Hofbauer-Grundstück – die große, derzeit als Parkplatz benutzte Fläche an der Wilhelm-Scharnow-Straße – aktiv werden. Entweder solle die Gemeinde, was er bevorzugen würde, in Kaufverhandlungen eintreten oder aber es sollten die planerischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Gemeinde bei einer Bebauung durch Dritte maximales Mitspracherecht hat. Solches Aktivwerden der Gemeinde hätte er sich auch bei anderen Flächen beziehungsweise Immobilien gewünscht, die inzwischen anderweitig verkauft worden sind.

»Dankeschön für den Lärmschutz«

Unterstützung erhielt Reiter von Stefan Göttsberger: Was das Hofbauer-Grundstück betrifft, hätte die Gemeinde längst handeln sollen, meinte er. Dieses Grundstück sei ortsplanerisch viel wert, auch wenn derzeit darauf nur geparkt werde. Göttsberger hatte aber auch ein Lob für die Gemeinde parat: »Dankeschön für den Lärmschutz«, meinte er.

Ob der Lärmschutz möglicherweise noch weitergebaut werden könnte, kam eine Frage aus dem Publikum. Dazu meinte Christian Reiter, wenn die Anwohner wieder in ähnlicher Weise mitmachten wie bei der Strandbadsiedlung, also gut 40 Prozent mitzahlen würden, »dann geht’s weiter«.

Lydia Wembacher, Vorsitzende von Waging bewegt, informierte auf eine entsprechende Anfrage hin, dass der in Waging vielfach gewünschte Drogeriemarkt bald kommen könnte: Seit einem Jahr sei man mit einer Kette in Verhandlung, zu 98 Prozent sei eine Lösung in Sicht – mehr darf ich dazu nicht sagen«. Reiter ergänzte, er als Bürgermeister würde Wirtschaftsförderung dieser Art als eine ganz wichtige Aufgabe sehen: auf Leute zugehen, die die jeweilige Branche kennen, mit ihnen reden und gemeinsam Möglichkeiten suchen, ihnen eine Ansiedlung lukrativ zu machen.

Zu Beginn seiner Ausführungen hatte Reiter betont, dass er das Amt des Bürgermeisters von Waging für sich als eine Ehre betrachten würde: »Ich tät’s gerne machen.« he