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Bei den Traunwalchner Gartlern piepte es

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Vogelzwitscherer Helmut Wolfertstetter war bei der Herbstversammlung des Traunwalchner Gartenbauvereins zu Gast und ließ das Gezwitscher heimischer Vögel erklingen.

Traunreut – Ein unterhaltsamer Abend erwartete die Mitglieder des Gartenbauvereins Traunwalchen bei der Herbstversammlung beim Springerwirt. Zu Gast war Vogelzwitscherer Helmut Wolfertstetter.


Schriftführerin Martina Schuster gab den Rückblick auf das Jahr 2017. Angefangen hatte das Vereinsjahr mit dem Baum- und Strauchschnittkurs von Udo Freitag im Schulgarten. Weitere Termine waren das Girlandenbinden für den Osterbrunnen, das Palmbuschen binden und der sehr erfolgreiche Verkauf der Palmbuschen. Auch die »Blattläuse« waren wieder aktiv: Beim Muttertagsbasteln fertigten die Kinder wunderschön verzierte Trittsteine und sogar einen Guglhupf aus Beton an. Einen Nachmittag verbrachten die Kinder an der Traun, dort entdeckten sie die unterschiedlichsten Tiere, Wasserläufer, Libellen und sogar eine kleine Ringelnatter. Ein Picknick sorgte für ein gelungenes Ende dieses Erlebnisses. Erika Wartha veranstaltete im April einen Töpferkurs, bei dem Gartenkeramik hergestellt wurde; aufgrund der großen Resonanz wird der Kurs im Frühjahr 2018 noch einmal angeboten.

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Der Tagesausflug führte dieses Jahr zur Roseninsel im Starnberger See, fuhr Martina Schuster fort. Weiter übernahm der Verein die Dekoration des Blaskapellenfestes zum 40-jährigen Bestehen. Anhand der Fotos wurde allen bewusst, wie viele Meter Girlanden und wie viele helfende Hände dafür benötigt wurden. Ganz besonders beeindruckten die Fotos des dreitägigen Vereinsausflugs nach Franzensbad, Marienbad und über den Kaiserwald nach Karlsbad, von dem alle sehr begeistert waren. Auch unvergesslich wird der zweitägige Aufenthalt im Wellnesshotel in Marienbad bleiben. Zurück ging es dann durch den Oberpfälzerwald nach Kappl zur Walfahrtskirche und weiter zur Stiftsbasilika nach Waldsassen. Ein Ausflug bei herrlichstem Wetter zur Dandlalm, auf der Käse hergestellt und verköstigt wurde und die Besichtigung des Permakulturgartens in Traunstein bildeten den Abschluss des Jahresrückblicks.

Nach einer kurzen Pause erzeugte Vogelzwitscherer Helmut Wolfertstetter schon bei den ersten Tönen Gänsehautfeeling. Es herrschte angespannte Stille im Saal, als sich die Zuhörer mit geschlossenen Augen in eine kalte Winternacht mitten im Wald versetzten. Und plötzlich ertönte unheimlich der Ruf des Waldkauzes, als wäre dieser wirklich anwesend. Gimpel, Fichtenkreuzschnabel, Pirol, Rotkehlchen, Meisen, Spatzen, Nachtigall und viele weitere Vögel erklangen im Laufe des Abends. Der Lieblingsvogel des Dozenten durfte natürlich auch nicht fehlen: es ist die Amsel, denn mit dieser kann er sich in seinem Garten unterhalten. Angereichert wurde der Vortrag durch eine kleine Vogelkunde, z. B. wie man einen Mauersegler und eine Schwalbe unterscheiden kann oder dass der Buchfink in Österreich sogar einen anderen Dialekt pfeift als in Bayern. Zum Abschluss ließ Wolfertstetter noch akustisch drei Silvesterraketen durch den Saal steigen. fb