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Bei den Traunwalchner Gartlern ist einiges geboten

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Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften gab es bei der Hauptversammlung des Gartenbauvereins Traunwalchen. Unser Bild zeigt von links Gottfried Hackl, Heidi Seehuber, Renate Billinger und Vorsitzenden Hans Parzinger.

Traunreut. Beim Gartenbauverein Traunwalchen ist einiges los. Das zeigte sich bei der Hauptversammlung im Gasthof Springerwirt nicht zuletzt an den vielen Terminen in diesem Jahr, die Vorsitzender Hans Parzinger bekannt gab. Parzinger nahm auch einige Ehrungen vor: Für 25-jährige Mitgliedschaft zeichnete er Rosmarie Weidinger, Gottfried Hackl, Renate Billinger und Heidi Seehuber aus. Sehr erfreut war er darüber, dass 19 Neumitglieder dem Verein beigetreten sind. Diese wurden mit einem Blumenpräsent begrüßt.


In einem Bildervortrag konnten die Mitglieder das vergangene Vereinsjahr noch einmal Revue passieren lassen. Bevor Parzinger auf die anstehenden Termine einging, erinnerte er daran, dass bereits Anfang März ein Obstbaumschnittkurs und Weidenflechtkurse stattfanden. In der vergangenen Woche wurden die Palmbuschen gebunden und am Samstagnachmittag an die »Frau und an den Mann gebracht«. Das Grün für den Osterbrunnen wurde gebunden und der Brunnen wieder in ein österliches Gewand versetzt.

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Ab Mai werden wieder die wöchentlichen Radtouren in die nähere Umgebung durchgeführt. Mitte Juni wird eine Kräuterwanderung organisiert und Ende Juni geht es beim Vereinsausflug in den Schwarzwald und das nahe gelegene Elsass. Anfang August wird für die Jugend und Eltern ein Grillnachmittag mit Lagerfeuer an der Traun durchgeführt. Das Basteln von herbstlichen Dekorationen mit Naturmaterialien wird der Verein im September anbieten. Zur Herbstversammlung im Oktober ist Ferdinand Baumgartner zu Gast, der das Thema Beerenobst näher beleuchten wird. Zu Beginn der Adventzeit stellt der Verein wieder einen Christbaum am Dorfplatz auf. Eine gemeinsame Geburtstagsfeier für alle Vereinsmitglieder, welche in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern, bildet den Abschluss des Vereinsjahres.

Die Jugendgruppen, die »großen und die kleinen Blattläuse« welche mittlerweile auf die stolze Zahl von 40 Mitgliedern angewachsen sind, werden angeleitet, von Martina Rücker, Tissi Georg, Inka Melz und Susanne Helmberger, die ein gesondertes Jahresprogramm durchführen.

Bereits letzte Woche wurde die Dekoration für die Jahreshauptversammlung gebastelt und der Saal festlich geschmückt. Weitere Termine sind am 16. April Gärtnern in der Kiste, am 7. Mai ein Basteln zum Muttertag und am 15. Juni die Teilnahme an einer Kräuterwanderung, um giftige Pflanzen erkennen zu können. Am 16. Juli werden Heufiguren gebastelt und ein Erlebnispfad gebaut. Am 3. August steht ein Grillen an der Traun im Programm. Am 1. Oktober ist ein herbstliches Basteln und am 10. Dezember wird Christbaum-schmuck angefertigt. Eine kleine Jahresabschlussfeier bildet den Abschluss des Jahres für die Jugendgruppen.

Bürgermeister Franz Parzinger würdigte die Arbeit des Gartenbauvereins und dankte für die ehrenamtliche Tätigkeit. Er wies darauf hin, dass die vielen Aktivitäten des Vereins einen erheblichen Anteil zu einem intakten Dorfleben und zum Erhalt des Brauchtums beitragen. Vor allem die Jugendarbeit hob er lobend hervor.

Referent Rupert Mayr informierte zum Thema: »Der Garten ein Paradies für die Familie«. Gerade die in letzter Zeit wieder vermehrt aufgetretenen Lebensmittelskandale müssten zu Überlegungen veranlassen, dass man in der Heimat nach einer Möglichkeit suche, um eine zu große Abhängigkeit vom Weltmarkt einzudämmen. Für die Gartler stehen dabei die Bemühungen, im eigenen Garten vielfältige und gesunde Le-bensmittel zu erzeugen, an vorderster Stelle.

Wie sehr man sich über die Radieschen, gelbe Rüben, Salate und sonstige Gemüsesorten aus dem heimischen Garten erfreue, auch vielfältige Kräuter und vor allen Dingen auch Blumen, Sträucher und fruchtbare Obstbäume gehören in die heimischen Gärten, sagte Mayr. Zugleich sollte man aber bedenken: Alles in überschaubarer Menge.

Der Garten solle dem Besitzer, der ganzen Familie Freude bereiten. Was gibt es Erholsameres als sich an einem lauschigen Plätzchen im Garten, eine kurze »Auszeit« zu können, fragte Mayr, der auch in besonderer Weise auf die Bedeutung von Garten und Natur in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen einging. In seinem Wirkungskreis an der Schule von Niederndorf bei Kufstein hat er in langjährigen Bemühungen einen Schulgarten angelegt und vor allen Dingen den Schülern nahegebracht, wie wichtig diese Erkenntnisse für das gesamte Leben sein können. Das angeregte Interesse bei den Jugendlichen pflanze sich auf die Eltern und Großeltern fort, so Rupert Mayr.