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Bei den Gartlern ist einiges los

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Gärtnermeister Udo Freitag von der Jugendsiedlung Traunreut machte »Appetit« auf das neue Gartenjahr.

Traunstein – Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins für Gartenbau und Landespflege Traunstein gab es von dritter Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner Lob für die Gartler: Wiesholler-Niederlöhner, die als Stadträtin für das »städtische Grün« verantwortlich ist, würdigte das Engagement und die Arbeit für die Gemeinschaft, die gerade bei den Gartenbauvereinen durch Pflege der Landschaft und das Schmücken der Gärten und Balkone zum Erhalt des Lebensraumes zum Lebensinhalt und -wert der Stadt beitrage.


Kassenwart Reinhard Hocke gab einen positiven Kassenbericht und hielt einen filmischen Rückblick auf die Aktivitäten des Vereins im Vorjahr; viele Erinnerungen an Reisen und gärtnerischen Aktionen wurden dabei aufgefrischt. Zweiter Vorsitzende Hannelore Mösl ging auf das Eingangsstatement von Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner ein. Sie hatte den Appell von Beate Rutkowski bei einem Vortrag auf der Jahresschlussfeier 2017 zitiert, den Garten im Herbst nicht gänzlich »abzuräumen«, sondern zur Nahrung und Überwinterung von Insekten »stehen zu lassen«. Mösl hat dies erstmals ausprobiert und konnte nur Positives berichten, viel Material habe sich bereits zersetzt und müsse nicht aufwendig entsorgt oder kompostiert werden.

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Weiter ließ Hannelore Mösl das letzte Jahr nochmals Revue passieren mit dem Pflanzenerde- und Düngerverkauf, dem grandiosen Zuspruch beim Besuch der Stadtgärtnerei unter Führung von Reinhard Niederbuchner. Enttäuschend war der Besuch zum Hochbeetbau. Weiter gab es Tipps zu Wildblumenwiesen und Bienen von Hans Schmied aus Waldhausen. Die Pflanzentauschbörse auch mit Gartenzubehör und Dekomaterial samt Kaffee und Kuchen war sehr erfreulich, so Mösl. »Für einen umfangreicheren Austausch und Verkauf sind 2018 auch Nichtmitglieder willkommen«, erklärte sie und warb für ein größeres Angebot. Großen Zuspruch erfreuten sich die Fahrt zu den Sichtungsgärten in Freising und nachmittags die Fahrt nach Landshut, wo sich die Mitglieder am »mittelalterlichen Treiben der Landshuter Hochzeit« mit Gauklern, Musikern, Tänzern erfreuten. Dr. Bernhard Zimmer führte die Traunsteiner Gartler durch den Bienenlehrpfad in Piding auf dem Johannishögl. Im Herbst wurden mit Vorstandsmitglied Rosi Fertl Kränze und Gestecke gebunden.

Gärtnermeister Udo Freitag von der Jugendsiedlung Traunreut gGmbH machte »Appetit« auf das neue Gartenjahr und informierte über Neuheiten und bewährte Zierpflanzen für Garten und Balkon. Unter anderem stellte er bienenfreundliche Pflanzen vor und schlug hierfür nicht gefüllte Pflanzen vor. Einige Beispiele von gelungenen Bepflanzungen und Balkonen zeigte er mit Fotos.

Vorsitzender Stefan Köhler stellte das Jahresprogramm 2018 vor: Am 28. April wird wieder die Pflanzenbörse am Bauhof in der Scheibenstraße mit Gartenzubehörflohmarkt veranstaltet. Auch Nichtmitglieder sind als Aussteller und Anbieter willkommen. Im Juni folgt ein Gartenbesuch bei Harald Stürzer in Geißing, im Juli wird in Kammer ein Jahramt stattfinden, ebenso eine – bereits ausgebuchte – Fahrt nach Passau. Ein weiterer Ausflug findet am 10. August statt, die Gartler besuchen das Exterhaus in Übersee. Ein weiterer interessanter Gartenbesuch findet im Herbst bei Beate Rutkowski (Forum Ökologie) in Kammer statt. Das herbstliche Basteln ist bei Rosi Fertl. Das Gartenjahr endet mit der Jahresschlussfeier am 1. Dezember. Stefan Kattari wird über »heimische Alpenblumen« referieren.

Aus dem Kreisverband berichtete Stefan Köhler über eine Bodenuntersuchungsaktion im Herbst zu Bestimmung der Bodengüte, die vom Kreisverband für Mitglieder bezuschusst wird. Weiter wird der Kreisverband bienenfreundliche Gärten prämieren, zu dem vom Gartenbauverein je zwei Gärten vorgeschlagen werden können. Eine Fragebogenaktion über »Apfelgesundheit« und eine Kartierung »unbekannter Frühbirnen« bietet der Kreisverband ebenfalls an. fb