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Behindertengerechter Eingang für das Rathaus

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Das Waginger Rathaus soll einen behindertengerechten Eingang bekommen. Gleichzeitig soll aber untersucht werden, ob der Eingang an die Seite von der Seestraße her (links im Bild) verlegt werden könnte. (Foto: Eder)

Waging am See – Rund 45 000 Euro soll der Umbau des Rathauses kosten. Ziel ist es, den Eingang mit Hilfe eines Aufzugs behindertengerecht zu gestalten und dabei gleichzeitig einen von Tageslicht erhellten Empfangsbereich zu schaffen. Der Gemeinderat schloss sich dem vom gemeindlichen Bautechniker Franz Fenninger zusammen mit einem Aufzugbauer entwickelten Konzept einstimmig an. In der nichtöffentlichen Sitzung wurde der Planungsauftrag vergeben, für den heuer im Haushalt 8000 Euro eingestellt sind. Die Realisierung der Maßnahme ist für kommendes Jahr geplant.


Den aktuellen Plan hatten die VG-Bürgermeister aus verschiedenen Umbauvorschlägen ausgewählt. Konkret ist nach Angaben von Geschäftsleiter Franz Röckenwagner geplant, neben dem Treppeneingang zum Rathaus einen Aufzug einzubauen. Dazu müsste im Bürgerbüro eine Wand eingezogen werden, in deren Verlängerung ein Tresen mit aufgesetzter Glaswand eingebaut werden könnte, um einen Empfangsbereich zu schaffen. Im Gegensatz zu einem provisorischen an die Wand klappbaren Geländeraufzug, wie in der Vergangenheit mehrfach angedacht, würde es sich bei dieser Lösung um einen vollwertigen Aufzug handeln.

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Die Treppe und die Eingangstür müssten etwas zurückgesetzt werden. Durch den Umbau würde ein Empfangsbereich wie in der Tourist-Info geschaffen. Der Raumverlust im Einwohnermeldeamt könnte durch eine neue Einteilung der Büros und die zusätzlichen, vom Nachbaranwesen angekauften Räume im dritten Obergeschoß ausgeglichen werden.

Im Gemeinderat ging es auch darum, ob es nicht doch möglich wäre, den Eingang an die Westseite, an die Seite bei der Mariensäule, zu verlegen. Das schlug Lydia Wembacher vor, die dabei nicht zuletzt an den Empfang von Brautpaaren nach der Trauung dachte, wo sich aufgrund der Gehsteigsituation viel auf der Straße abspielt. Andreas Barmbichler schloss sich dieser Argumentation an: Es wäre »ein Traum«, so meinte er, wenn es möglich wäre, den Eingang an die Seestraßenseite zu verlegen.

Geschäftsleiter Röckenwagner bezeichnete eine Verlegung des Eingangs als kaum praktikabel und hält die vorgeschlagene Lösung mit dem Aufzug für optimal. Bürgermeister Herbert Häusl meinte aber, man könne ja dem Planer den Auftrag geben, eine solche Variante zu untersuchen. So wurde letztlich einstimmig beschlossen, von einem Planer ein Konzept für eine verbesserte Eingangssituation erstellen zu lassen mit dem Zusatzauftrag, zu prüfen, ob ein Eingang von der Seite her möglich wäre. he