weather-image
18°

Behinderte auf Fischzug am Seeoner See

Seeon-Seebruck. Einen Tag auf dem Seeoner See erlebten Menschen mit Behinderung und ihre Betreuer der Lebenshilfe Kreisvereinigung Traunstein. Sie durften mit Fachleuten der Fischereifachberatung des Bezirks Oberbayern in einem Boot auf den See fahren und ganz nah dabei sein, als die Netze mit Fischen eingeholt wurden. Für die Teilnehmer war es ein besonderes Erlebnis.

Mit Fachberater Ulrich Wunner fuhr man mit Booten auf den See hinaus, es wurden Fische mit dem Netz eingeholt und wer wollte, konnte vom Steg aus die Angel auswerfen und sein Glück versuchen. Ziel der Aktion, die erstmals vom Bezirk angeboten wurde, war es, die Schönheit und die Geheimnisse der Unterwasserwelt des Klostersees auch Menschen mit Behinderung näher zu bringen, die ansonsten eher weniger Berührungspunkte mit der Fischerei haben. »So etwas habe ich noch nie erlebt«, freute sich eine Teilnehmerin. Sie konnte die mit dem Netz gefangenen Fische selber in die Hand nehmen und sich genau ansehen. Renken, Brachsen, sogar ein großer Karpfen war im Netz.

Anzeige

Bezirkstagspräsident Josef Mederer, der die Teilnehmer begleitete, betonte, dass im Sinne der Inklusion auch Menschen mit Behinderung Einblick in die Fischerei bekommen sollten und in die vielfältige Unterwasserwelt der heimischen Gewässer. Mit solchen Aktionen könnte man die Menschen auch auf einfache Art und Weise an den Natur- und Gewässerschutz heranführen und ihnen die Bedeutung der Fischerei zeigen. Fischereifachberater Wunner kann sich vorstellen, dass der Aktionstag eine feste Einrichtung und jedes Jahr einmal mit wechselnden Gästen durchgeführt wird. Und Bezirkstagspräsident Josef Mederer würde nach eigenen Angaben diese Aktion auch gerne auf andere Bereiche wie beispielsweise die Imkereifachberatung ausweiten.

Die Geschäftsführerin der Lebenshilfe, Annemarie Funke, betonte, dass dieser Tag für die Menschen mit Behinderung eine große Bereicherung darstelle.

»Da geht einem richtig das Herz auf, wenn man sieht, welche Freude die Männer und Frauen daran haben«, betonte auch Josef Mederer, der das Gespräch mit den Teilnehmern suchte und sich nach ihren Eindrücken erkundigte.

Die Fischereifachberatung des Bezirks berät und fördert die Berufsfischer in Oberbayern wie auch die über 40 000 oberbayerischen Angler. Die Vielfalt der Fischarten, die Gewässer und die Fischerei als Bestandteil der heimischen Natur und Kultur zu erhalten, sind dem Team um Fischereifachberater Ulrich Wunner ein wichtiges Anliegen. mix