weather-image
31°

Begeisterte Besucher in der Jugendsiedlung

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Die Schreiner in der Jugendsiedlung hatten eigens für die Besucher am Tag der offenen Tür Mitbringsel geschreinert. Akribisch wurde in der Werkstatt daran gefeilt und gewachst. (Foto: Rasch)

Traunreut – Normalerweise haben die Schüler der Jugendsiedlung Traunreut am Samstag keinen Unterricht. Am Tag der offenen Tür machten sie eine Ausnahme, um den vielen Besuchern ihre Ausbildungsbereiche Gartenbau, Recycling, Hauswirtschaft, Gastronomie, Metall-, Farb-, Holz- und Elektrotechnik sowie Friseur, Verkauf und Lagerverwaltung praxisnah zu demonstrieren.


Auf dem weitläufigen Areal der Sozialeinrichtung am Frühlinger Spitz und in der Adalbert-Stifter-Straße wurde einiges geboten. In der Landmaschinen-Werkstatt wurde beispielsweise an einem großen Traktor geschraubt und gehämmert. Und die Jugendlichen in der Schreinerei fertigten kleine Mitbringsel für die Besucher.

Anzeige

Es wurden aber noch viele weitere Arbeiten präsentiert und es gab Info- und Verkaufsstände mit allerlei Aktionen. Aus der eigenen Küche wurden die Gäste mit Köstlichkeiten versorgt und im Wohnheim der Jugendlichen sorgte die »Sansibar« mit alkoholfreien Cocktails für Erfrischung.

Auch im »Haus für Kinder«, dem jüngsten Kind der Jugendsiedlung, in dem knapp 100 Kinder eine Kinderkrippe und einen Kindergarten mit integrativem Charakter besuchen, gab es Theateraufführungen, die Kinder konnten sich schminken lassen und im Garten auf einer Hüpfburg vergnügen. Geöffnet hatte auch die »Schatztruhe«, ein Markt für gebrauchte Kinderbekleidung, Spielzeug und vieles mehr.

Bevor sich die Besucher auf den Rundgang machten, wurde anlässlich eines Bienen-Schulprojekts in der Gärtnerei noch eine besondere Taufe vollzogen. Die Bayerische Honigkönigin Sabrina Morrigl aus Freilassing taufte die Bayerische Pflanze des Jahres 2016 auf den Namen »Willis Bienenparty«. Die Blume leuchtet nicht nur rot-gelb, sie duftet tatsächlich nach Honig. Ihre Blütenblätter haben rote Spitzen, deren Farbton je nach Witterung variiert, erklärten Christian und Katja aus der 11. Klasse.

Bürgermeister Klaus Ritter lobte in seinen Grußworten die gute Zusammenarbeit zwischen der Kommune und dem »Geschäftspartner« Jugendsiedlung, etwa beim Schmücken der Kreisverkehre. Die Gärtnereiabteilung der Jugendsiedlung trage dazu bei, dass sich die Kreisverkehre in der Stadt »spannend, unterhaltsam und überraschend« präsentieren, so Ritter.

Zufrieden über die Veranstaltung im Allgemeinen äußerte sich auch der Geschäftsführer der Jugendsiedlung, Heiner Roth. »Es war eine tolle Stimmung und eine gelungene Sache an beiden Standorten.« Er sei stolz darauf, was die Schüler, Auszubildenden und das gesamte Team geleistet haben.

Auch die Rückmeldungen der Besucher seien sehr positiv gewesen. »Die Leute waren allgemein beeindruckt, was in unserer Einrichtung alles geboten wird.« ga