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Begehrtes Parkhaus in Traunstein wird nach den Osterfeiertagen abgerissen

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Parkhaus-Abriss beginnt nach den Osterfeiertagen – und dauert wohl zwei Monate
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Nicht mehr lange steht das Parkhaus an der Scheibenstraße. Der Abbruch beginnt im April nach den Osterfeiertagen. (Foto: Pültz)

Traunstein – Die Tage des Parkhauses an der Scheibenstraße sind gezählt. Eva Schneider von der Verwaltung im Rathaus hat auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts mitgeteilt, dass die Stadt im April nach den Osterfeiertagen mit dem Abbruch beginne. Der Abriss nehme voraussichtlich zwei Monate in Anspruch und sei Mitte Juni abgeschlossen. »Notwendige Vorarbeiten erfolgen je nach Wetterlage.«

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Schlechte Nachrichten hatten die Stadt im Sommer des letzten Jahres erreicht: Die Landesgewerbeanstalt teilte der Verwaltung im Rathaus mit, dass die Standsicherheit des Parkhauses nicht mehr voll und ganz gegeben sei. Um kein Risiko einzugehen, sperrte Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD) das Gebäude. Der Stadtrat beschloss später, das Gebäude abzureißen und an seiner Stelle fürs Erste dann provisorische Stellplätze einzurichten. Das Gremium beauftragte Fachleute, den Abbruch zu planen und auszuführen.

Auf dem Dach des Parkhauses ist nach wie vor eine Photovoltaikanlage der GbR Schrag-Schenk eingerichtet. Der Rückbau der Anlage erfolge, so Schneider, »durch das von der Stadt Traunstein beauftragte Abbruchunternehmen rechtzeitig vor Beginn des Abbruchs«.

Und die Mitarbeiterin der Verwaltung im Rathaus weiter: »Die Einzelmodule werden fachgerecht und zerstörungsfrei demontiert und palettiert auf einer noch zu bestimmenden Lagerfläche gestapelt.« Dort werden sie dann laut Schneider von der GbR zur Weiterverwendung im sozialen Projekt Arche Stendal übernommen.

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Parkhauses ist ein Bürgerprojekt. Eine Reihe von Interessenten hatte seinerzeit Geld bereit gestellt, um die Module zu kaufen und zu montieren. Die GbR Schrag-Schenk, die das bürgerliche Engagement bündelte, mietete das Dach des Parkhauses bis Ende 2021. Weil die Stadt das Gebäude jetzt abreißt, entgehen der GbR Einnahmen durch die Stromgewinnung, die sie fest in ihrer Kalkulation eingeplant hatte.

Stadt und GbR haben sich nach Angaben von Schneider zwischenzeitlich verständigt. »Hier besteht ein privatrechtliches Vertragsverhältnis«, so die Mitarbeiterin im Rathaus. Mit der GbR habe eine einvernehmliche Lösung hinsichtlich der vorzeitigen Auflösung des Nutzungsvertrags gefunden werden können, sagt sie, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Nach wie vor offen ist, wie die Stadt langfristig die frei werdende Fläche nutzt. Kurzfristig will sie provisorisch Stellplätze einrichten. »Nach Abschluss der Abbrucharbeiten, voraussichtlich im Juli, kann mit dem Bau von Stellplätzen begonnen werden«, sagt Schneider.

Und weiter: »Wie viele es sein werden, kann nach derzeitigem Planungsstand noch nicht gesagt werden. Natürlich wird sich die Stadt Traunstein bemühen, möglichst viele Stellplätze zu schaffen.« 

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