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Beeindruckender Jugendhoagart

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Die »Forster Buam« steuerten Gstanzl bei. (Foto: Müller)

Grabenstätt. »Heit spuin mia auf« hat es beim vierten Jugendhoagart im Landgasthof Chiemseefischer in Grabenstätt-Hagenau geheißen. Fast 40 ambitionierte Nachwuchsmusikanten und mehr als doppelt so viele Besucher waren der Einladung der Jugend-Theater -Musik und -Kunst AG gefolgt. Ganze vier Stunden lang wurde hochklassig gesungen und musiziert.


Dass es ein äußert kurzweiliger Abend wurde, dafür sorgte auch Volksmusik-Experte Hans Auer, der informativ und lustig-beschwingt durch den Abend führte. Zu jeder Sekunde merkte man ihm die Freude über den ambitionierten Musikernachwuchs an, und seine Routine und natürliche Gelassenheit schienen sich auch auf die jüngsten Teilnehmer zu übertragen, deren Lampenfieber schon nach den ersten Tönen verflog. Das Wirtshaus sei seit jeher »der Platz der Musikanten«, und dieser Tradition bleibe man sehr gerne treu, betonte Auer, für den die Volksmusik »ein wichtiger Teil unserer Kultur und Lebensart ist«.

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Den stimmungsvollen Auftakt machte die Grabenstätter »Wead-scho-wean-Danzlmusi« um Andrea Krüger (Flügelhorn), Simon Haitzer (Flügelhorn), Simon Jendrischewski (Posaune), Hansi Biller (Ziach) und Theresa Biller (Hackbrett), gefolgt vom Harfenduo Elisabeth Speckbacher und Steffi Zenz. Anschließend waren die jüngsten Musikanten an der Reihe: Elisabeth Biller, sechs Jahre, und Magdalena Lange, sieben Jahre, zeigten am Hackbrett, dass mit ihnen in den nächsten Jahren zu rechnen ist.

Mit lautem Applaus bedachten die Zuhörer auch den Ziach-Auftritt von Quirin Lange. Dabei hat der siebenjährige Grabenstätter erst 20 Unterrichtsstunden absolviert. Die singenden Schwestern Ann-Kathrin, Magdalena und Franziska Paar aus Grassau ließen die erste Runde mit »Is da Herbst jetzt bald verganga« und »Aba geh no grod her zu mir« ausklingen.

Nach einer kurzen Pause eröffnete Marie Jendrischewski mit ihrer Ziach das zweite Viertel. Die Besucher genossen zudem die Klänge der »Sait'nweis Musi« um Christian Pfaffinger (Gitarre), dessen Kindern Dominik (Zither) und Ramona (Hackbrett) sowie Waltraud Hübner (Kontrabass) und deren Tochter Christina (Harfe). Gemeinsam mit Ramona Pfaffinger wusste sie auch gesanglich zu überzeugen. Es folgten Harfenistin Lucia Schick und die erst neunjährige Anna Hübner, die Auer schmunzelnd als »langjährige Ziachspielerin« ankündigte.

In der dritten Runde zeigte die »Kleine Geigenmusi« um Sophia Biller, Magdalena Paar, Verena Deuflhart und Hannes Biller ihr Können, und Maxi Neuhauser brillierte mit der Ziach. In die Herzen ihrer Zuhörer spielte sich auch die »Lohberg Musi« um die geigenden Schwestern Johanna, Franziska und Elisabeth Edtmayer sowie die »Bergmoos Musi« um Katharina Wiesholler (Harfe) und Lukas Wimmer (Ziach) – wie Ramona und Dominik Pfaffinger (Gesang), die Gewinner des »Wasserburger Löwen«. Der 14-jährige Wimmer hatte erst kürzlich beim alpenländischen Harmonika-Wettbewerb mit »sehr gut« abgeschnitten.

Einen gesanglichen Ohrenschmaus boten an ihren Harfen die 15-jährigen »Routiniers« Katharina Wiesholler und Marina Plereiter. »Beide könnt ihr schon bald im BR hören«, verriet Musiklehrer Auer. Die schwungvoll aufspielende »Kloane Leobendorfer Tanzlmusi«, Sepp Klauser (Ziach) und die Gstanzl singenden »Forster Buam« aus Antwort bereicherten die letzte Runde. Zudem feierte Harfenistin und Sängerin Plereiter einen umjubelten Soloauftritt.

Bürgermeister Georg Schützinger bedankte sich bei Doris Biller für die Organisation – und beide lobten den ehemaligen Leiter der Musikschule Inzell, Hans Auer, für dessen Einsatz. Nachdem zum Ende des offiziellen Programmteils auch die bestens gelaunten Besucher ihr Stimmorgan testen konnten, wurde noch frisch und munter weitermusiziert. mmü